That second draft won’t kill you…

… auch wenn es manchmal so scheint! Und das Schlimmste: Man hat endlich auch die allerletzte Szene geschrieben, aber dann kommt ja noch – fast vergessen – die Überarbeitung. Yay. Führt bei mir immer wieder zu Tiefpunkten.

Vor einiger Zeit haben wir schonmal unsere Top 10 Regeln für die Überarbeitung gepostet. Aber manchmal hängt’s trotzdem. Jemals vor dem Manuskript gesessen, gewusst, dass irgendwas nicht funktioniert aber nicht gewusst, wie man am besten vorgeht, um es zu beheben? Ich schon.

Aber dafür gibt es ja schöne Motivationsposts und zum Glück auch ein paar Tipps und Tricks, wie man vorgehen kann, wenn man irgendwie den Faden verloren hat.

Hier zum Beispiel haben wir eine ziemlich gute Anleitung gefunden, wie man vorgehen kann:

  1. story-level.
  2. scene-level.
  3. sentence-level.

Soll heißen: Man fängt mit dem Arbeiten an den Figuren und ihren Konflikten an, schaut sich dann das Funktionieren der Szene an und geht erst dann zu einzelnen Sätzen über. (Wie man das genau macht, erklärt der Post auch ziemlich gut.)

Für mich immer wieder die wichtigste Lektion beim Überarbeiten ist aber der vielbeschworene Satz „Kill your darlings“, zuletzt mal wieder gelesen in Veronica Roths Schreiptipps. (Und hier hat sie auch noch ein paar Gedanken dazu formuliert.) Ich hasse diesen Satz. Leider ist er meistens der richtige Lösungsansatz. Die ganzen liebenswerten Kleinigkeiten, die die Handlung nicht voranbringen, uns aber so sehr am Herzen liegen. Tja. Raus damit. Cassandra Clare schreibt dazu:

„Does every scene you’re writing serve more than one purpose? A scene that tells you something about a character is good; a scene that tells you something about a character and also moves the plot forward is better.“

Auf Cassandra Clare’s Blog gibt es außerdem ein gutes Beispiel, wie eine Szene sich in der Überarbeitung verändert. Wer Clockwork Princess im Regal stehen hat, kann vergleichen, wie die Szene sich von ihrer Ursprungsform (auf dem Blog) zu ihrer endgültigen Gestalt (im Buch) verbessert hat. In der finalen Fassung wird der Plot vorangetrieben und gleichzeitig ist die Perspektive so gewählt, dass wir zwar genug wissen, um die Spannungen zwischen den Figuren zu erfassen, aber es wird genug offen gelassen. In der „unfertigen“ Version dagegen werden zu viele wichtige Konflikte gleichzeitig angerissen, sodass die Szene beim Lesen irgendwie auch unfertig erscheint.

Und das bringt mich zu meinem letzten Punkt: Bauchgefühl. Wenn irgendwas irgendwie komisch erscheint, ist es meistens ein Indikator dafür, dass irgendwas nicht stimmt. Und da zitiere ich nochmal Veronica Roth, die zu dem Gefühl, dass etwas nicht stimmt, sagt: „Completely destroy it and write something else.“

Na dann. Frohes Schaffen!


5 Gedanken zu “That second draft won’t kill you…

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