Buchempfehlung: Winger von Andrew Smith

Der 14-jährige Ryan Dean West ist Junior auf einem Internat für Kinder reicher Eltern und ist in der Opportunity Hall untergebracht, den Schlafsälen für Schüler, die sich nicht an die Regeln der Schule halten. Er ist unsterblich in seine beste Freundin Annie verliebt. Annie ist aber zwei Jahre älter als er – wie alle seine Freunde, denn Ryan Dean hat eine Klasse übersprungen – und hält ihn zu seinem Unglück für einen kleinen Jungen. Mit Hilfe seiner Freunde, des Rugby-Teams und den Illustrationen, die Ryan Dean anfertigt und die sich auch im Buch finden, folgt man ihm in den ersten Wochen des Schuljahrs und lernt ihn, seine Stärken und auch seine Schwächen kennen. Ein schockierendes Ereignis lässt Ryan Dean sprachlos und bildet einen Gegensatz zum restlichen locker-leichten Erzählstil.

Winger ist ein Roman über die Komplikationen, die schönen und auch die hässlichen Seiten, des Erwachsenwerdens: Die erste große Liebe; der beste Freund, der von anderen Schülern nicht ernst genommen wird, weil er schwul ist; der Versuch, sich nicht davon beeinflussen zu lassen, dass Alkohol, Regelbrechen und Mutproben für den Mitbewohner die Voraussetzung für Anerkennung sind.

Winger von Andrew Smith. Foto: Simon and Schuster

Mir hat Winger Spaß gemacht: Ryan Dean war mir sofort sympathisch, und man will ihn einfach nur schütteln, wenn er Dummheiten macht, um als cool zu gelten. Auch das Ende passt super, denn einen stärkeren Kontrast in Ryan Deans Gefühlswelt hätte Andrew Smith nicht kreieren können. Außer vielleicht, er hätte das, was da passiert etwas früher eingewoben und Ryan Dean noch etwas mehr Zeit für sich gelassen.

Winger ist bei Simon & Schuster erschienen und zurzeit nur auf Englisch verfügbar. Kategorisch passt der Roman zu The Fault in Our Stars oder Looking for Alaska (beide von John Green) und The Perks of being a Wallflower (Stephen Chbosky).

Ich gebe Winger 4 von 5 Sternen: Die Figuren sind sympathisch, erleben Dinge, die man selbst auch irgendwie und irgendwann in irgendeiner Art und Weise erlebt hat und die Geschichte regt dazu an, über die grundlegenden Dinge des Lebens nachzudenken.

Winger war hier auf dem Blog Buch der 31. Woche 2013.


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