Über Mut und über Schundliteratur. (Und Goethe.)

Dieser Post ist entstanden, als ich mir nach dem Lesen dieses inspirierenden Artikels von Elizabeth Gilbert vornahm, mutiger mit meiner Arbeit umzugehen. Mal sehen, ob ich mit traue, ihn zu veröffentlichen.

Also gut, Schundliteratur.

Ich schreibe. Und deshalb lese ich auch – viel, oft parallel und durcheinander, und vor allem fast jegliche Genres. Ich liebe Klassiker, habe eine Schwäche für sämtliche Krimis, die die Bestsellerlisten bevölkern, und bin immer auf der Suche nach anspruchsvoller Gegenwartsliteratur. Und da ich YA Fantasy schreibe – lese ich auch YA. Und Fantasy. Und YA Fantasy.

Bücher. Foto: Pinterest

Vor Kurzem war ich mit einem meiner geliebten Krimis zugange, als ich von jemandem darauf hingewiesen wurde, dass es sich dabei um Schundliteratur handle.

Ich war schockiert. Schundliteratur! Zuerst war ich empört darüber, dass man dieses Buch, das ich gut geschrieben, gelungen geplottet und überaus spannend fand, so bezeichnete. Doch dann begann mich eher zu stören, dass die Bezeichnung zugleich etwas Abwertendes, etwas Verwerfliches impliziert. Schundliteratur – das liest man doch nicht! Und falls doch – dann ist es eine kleine Sünde, die man besser für sich behält. In der Öffentlichkeit zeigt man sich mit etwas, das Bildung und Informiertheit ausstrahlt.

Ich habe aus so manchem Roman – Weltliteratur und Belletristik – mehr gelernt als aus allen Sachbüchern, die ich jemals gelesen habe, zusammen. (Und das sind viele.) Bücher erzählen Geschichten – manche ein wenig gelungener als andere. (Ja, manche Bücher sind schlecht. Soll vorkommen.)

Wir lesen Goethe und Nicholas Sparks aus unterschiedlichen Gründen. Keiner davon ist verwerflich. Und ganz ehrlich: Ist doch auch völlig egal. Ein gutes Buch ist ein gutes Buch. Ich habe Werke der Weltliteratur geliebt und gehasst, ich habe Werke der sogenannten Schundliteratur verschlungen oder verschmäht.

Ich schreibe Geschichten, die andere wahrscheinlich als Schundliteratur abtun würden.

Und das ist mir völlig egal. Ich schreibe sie trotzdem.

Alena


6 Gedanken zu “Über Mut und über Schundliteratur. (Und Goethe.)

  1. Du sprichst mir aus dem Herzen! Ich lese auch alles mögliche, von Marcel Proust bis zum „Tagebuch der Bridget Jones“, je nach Laune. Bücher können sehr unterschiedlich sein, aber alle erzählen eine Geschichte auf eine ganz eigene Art, wie du sagst.

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  2. Danke für euer positives Feedback zu diesem etwas grantigen Post 🙂 Es ist immer wieder schön, dass es noch Andere gibt, die lesen (und schreiben), was ihnen gefällt, und sich nicht von Kategorien-Schubladen abschrecken lassen. Lasst uns weiter so machen 🙂

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