Warum schreiben manchmal keinen Spaß macht, aber meistens schon.

Schriftsteller müssen verrückt sein. Warum sonst setzen sie sich stundenlang in ihr Kämmerchen, allein mit Stift und Papier, Computer oder Diktiergerät? Warum sonst schreiben sie etwas in der Hoffnung, jemand wird es genau so lesenswert finden, wie sie selbst es schreibenswert finden?

Es ist nicht immer einfach, Schriftsteller zu sein. Da wird mir wohl jeder zustimmen, der selbst schreibt. Es erfordert große Selbstdisziplin, sich Wochenende um Wochenende um die Ohren zu schlagen mit Figuren, die man durch Großstädte oder erfundene Waldlandschaften jagen lässt. Aber es macht auch unheimlichen Spaß, Schriftsteller zu sein. Und auch in diesem Punkt wird mir jeder zustimmen, der selbst schreibt.

Es kommt nicht darauf an, dass jede Minute des Schreibens spaßig ist. Kein Job ist jeden Tag einfach, kein Hobby macht jeden Tag Spaß. Aber es ist das Ziel, das man erreichen will, das einen immer und immer wieder antreibt.

Man schreibt eine Geschichte, die für irgendjemanden irgendwo auf der Welt irgendwann etwas bedeutet. Vielleicht verändern die Handlungen der Figuren ein Leben, vielleicht bieten sie einem Leser Hoffnung und vielleicht bedeuten sie für einen anderen Leser nichts weiter als ein paar Stunden Unterhaltung. Aber sie bedeuten etwas.

Jeder, der eine Geschichte schreibt, schreibt eine lesenswerte Geschichte. Es muss nicht immer eine Geschichte für die Massen sein (auch wenn sie es sein kann); es kann auch eine Geschichte nur für die eigene Familie sein. Aber sobald jemand seine Zeit darauf verwendet, etwas zu verfassen, ist es auch wert, verfasst zu werden. Denn jemand hat seine Zeit in die Geschichte investiert. In diesem Sinne:

Foto: Pinterest

Sarah Rees Brennan sagt dazu:

Think of a book special to you, and how much bleaker and poorer your life would be if that one writer had not existed—if that one writer had not, a hundred times or a thousand, made the choice to write. You’re going to be that one writer, one day, for somebody you may never meet.

(Quelle: Pep Talk from Sarah Rees Brennan)

In diesem Sinne: Keep going, keep writing!

alexa


5 Gedanken zu “Warum schreiben manchmal keinen Spaß macht, aber meistens schon.

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