Kreative Inspiration & Motivation – 27.04.2014

1. Artikel & Strategie: Der beste Weg, Bücher zu verkaufen.

Es gibt unzählige Webseiten und Bücher von Schreibtrainern, von Tipps, das perfekte Buch zu plotten und zu verkaufen. Manchmal ist das konkret, manchmal eher unkonkret, aber was all solche Artikel gemeinsam haben, ist eines: Schreibe ein gutes Buch. Leichter gesagt als getan. Was ist ein gutes Buch, beziehungsweise wann hat ein Agent das Gefühl, dass es sich um ein gutes Buch handelt? Darum geht’s im Artikel The Single Best Way to Sell Books (Or Lose a Sale) von Schreibtrainerin Kristen Lamb. Es ist einer der konkreteren Artikel, in dem sie uns Fakten liefert:

I know most of you’ve heard agents and editors usually give a book one to three pages, before continuing or chunking into the circular file.
(Quelle: Kristen Lamb)

Eine bis drei Seiten, sagt sie, lesen Agenten maximal in das Manuskript, bevor sie es weglegen (oder weiterlesen). Das erscheint wenig, aber gibt uns ein Gefühl dafür, was ein gutes Buch ausmacht: Es muss ziehen, und zwar von Beginn an (einer meiner Schreibtrainer hat das sehr passend als „Kickstart“ bezeichnet). So kaufen wir Bücher in der Buchhandlung – wir überfliegen die erste Seite, den Klappentext, und dann entscheiden wir uns für den Kauf oder dagegen. Und deshalb ist es ein erstes Qualitätsmerkmal, wenn wir das Buch nach der ersten Seite nicht mehr zur Seite legen wollen (abgesehen davon sollte die Story dann natürlich spannend weitergehen, aber das gehört hier jetzt nicht hin, dazu haben wir aber auch einen Beitrag veröffentlicht).

Kristen Lambs Artikel ist auf jeden Fall lesenswert für alle, die sich noch einmal schlau machen wollen, wie sie ihr Buch optimal zum Verkauf vorbereiten.

2. Film: Divergent.

Die Bestimmung. Divergent ist die Verfilmung des ersten Teils der Trilogie von Veronica Roth.

Die Bestimmung. Foto: Concorde Filmverleih GmbH

Die Besetzung passt zu den Charakteren, die Bilder sind gut gewählt, die Kulissen und Animationen geben den passenden Eindruck von einem postapokalyptischen Chicago. Ästhetisch finde ich das alles sehr gelungen.
Aber ähnlich wie ich bei meiner Kritik an City of Bones hätte sich auch dieser Film für meinen Geschmack etwas weiter vom Buch entfernen dürfen. Für mich sind Bücher und Filme unterschiedliche Kunstformen und brauchen daher auch verschiedene Erzählweisen. Konkret soll das heißen: Den ein oder anderen schlanken, dunkelhaarigen Jungen (irgendwie sahen sie alle gleich aus…), der eine Nebenrolle spielt, einfach streichen. Dafür hätte für mich der Fokus eher auf der Psychologie der Figuren liegen sollen. Denn aus meiner Sicht macht das Divergent als Buch aus: Die Bedrohung, der Tris ausgesetzt ist, entsteht vor allem durch die Gruppendynamik, durch den Zwang, nicht die Letzte zu sein bei den Tests der Dauntless. Daher: Weniger Figuren, die sich eine Klippe hinunter stürzen oder die Tris angreifen, sondern mehr Fokus auf den unterschwelligen, psychischen Druck der entsteht wenn man weiß, dass man entweder jemand anderen opfern muss, oder selbst ein Niemand wird.

Ich glaube, Hollywood sollte sich bei Verfilmung von Young Adult-Büchern einfach mehr trauen. Eine größere Entfernung zum Buch könnte zwar so manchen Fan verärgern. Sie könnte dem Film als Kunstwerk aber gut tun, weil er dann eigenständig existieren und in sich passender wirken würde.

3. Das Zitat.
Philosophisch heute, aber überlegt mal und antwortet euch ehrlich.

Ask yourself. Foto: Pinterest

 


2 Gedanken zu “Kreative Inspiration & Motivation – 27.04.2014

  1. Kristen Lamb folge ich schon eine ganze Weile, sie hat oft gute, ausführliche (manchmal zu ausführliche) Artikel, die mich dazu bringen, meine Geschichten und meine Herangehensweise zu hinterfragen.
    Divergent wird auch wie Hunger Games an mir vorbeigehen, ohne es gesehen zu haben. Stimmt aber, dass gerade die Verfilmungen von Bestsellern oft zu zahm sind und sich zu wenig Freiheiten erlauben. Buch und Film sind 2 Medien mit einigen Gemeinsamkeiten, aber eben auch gravierenden Unterschieden. Anscheinend will man diejenigen nicht verprellen, die das Buch kennen, was es oft wiederum für den Nicht-Leser und reinen Kinogänger schwer macht, den Hype darum nachzuvollziehen.
    Die Frage des Zitats kann ich mit einem klaren Ja beantworten – bin am Packen, weil ich morgen nach Wien fahre, um Mr. Williams im Anzug zu erleben 😉
    Nur aufs Schreiben bezogen: Hell, yeah!
    Das war nicht immer so, aber in den letzten 3 Jahren ist alles auf das Ziel ausgerichtet, Bücher zu veröffentlichen.

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    1. Oh, nach Wien! Na dann wünsche ich dir da ganz viel Spaß, bin immer wieder begeistert von der Stadt. Und super, wenn du genau das tust, das dich der Veröffentlichung als deinem Ziel näher bringt. Perfekt! 🙂

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