Warum Fehler uns weiter bringen (wenn wir sie lassen)

Gerade erst wieder im Börsenblatt gelesen: Wer sich als Schriftsteller etablieren will, muss heute mehr können als schreiben (börsenblatt 22 | 2014, S. 13/14). Man sollte medientauglich sein, robust (was auch immer sich genau dahinter verbirgt), und dabei am besten auch noch gut aussehen. Das überrascht im Jahre 2014 nicht mehr wirklich gar nicht, aber es fordert dennoch heraus.

Bild: http://www.abeautifulmessinside.com

 

Die wunderbare und immer wieder inspirierende Elizabeth Gilbert hat dieser Tage einen Post über den Druck geschrieben, den man sich manchmal selbst macht („I have a lot of trouble sometimes forgiving myself for my mistakes and failures.„). Bei den Dingen, die wir tun – sei es schreiben oder jede andere Tätigkeit, die uns etwas bedeutet – müssen wir engagiert und ambinioniert sein, bisweilen sogar professionell, aber vor Allem bereit, uns mit Hingabe dafür einzusetzen.

Fehler sollten dennoch erlaubt sein. (Wir machen sie sowieso.) Nicht ohne Grund hat Jürgen Schaefer ein ganzes Buch darüber geschrieben; in Lob des Irrtums zeigt er uns, warum wir Fehler brauchen:

„Fehler fordern kreative Problemlösungen. Indem Fehler das fest gefügte Weltbild erschüttern, eröffnen sie neue Wege, eröffnen sie uns die Chance, zu lernen, zu wachsen, uns zu verändern.“ (aus: „Lob des Irrtums“ von Jürgen Schaefer, Verlag C. Bertelsmann, S. 21).

Und (natürlich wieder nicht ohne Grund), beginnt Schaefers Buch mit dem wunderbaren Zitat aus Leonard Cohens Song „Anthem“:

„There is a crack in everything
That’s how the light gets in.“ (aus: „Anthem“ von Leonard Cohen).

Also, seid mutig und seid euch treu, aber erlaubt euch auch, Fehler zu machen. Denn nur so kommt ihr ans Ziel. Vertraut darauf, dass die Fehler eure Arbeit produktiver machen, dass sie euch etwas geben und nicht, dass sie euch zurückwerfen.

Alena


2 Gedanken zu “Warum Fehler uns weiter bringen (wenn wir sie lassen)

  1. Zu „robust“ könnte ich mir vorstellen, das Internet ist leider gnadenlos und gemein. „Haters gonna hate“ kommt nicht von ungefähr und jeder Assi reist sein Maul zu weit auf. Da muss man ein dickes Fell haben und persönliche Angriffe ignorieren können. Willkommen im Internet :/

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