Leseempfehlung: Glasgow RAIN von Martina Riemer

Worum geht’s?

 Endlich bricht für Vic das letzte Highschool Jahr an und sie kann es kaum erwarten, die lästige Schuluniform einzumotten. Doch es beginnt anders als gedacht: Sie trifft immer wieder auf Rafael, einen mysteriösen Schüler, der plötzlich überall auftaucht. Trotzdem schafft er es, sich nicht nur in ihr Leben zu schleichen, sondern auch in ihr Herz.
Wäre da nicht ein großes Problem: Seit sie ihn besser kennengelernt hat, bekommt sie das beklemmende Gefühl nicht los, ständig beobachtet zu werden. Zusätzlich jagen ihr die Frauenmorde, die in den letzten Wochen Glasgow überschatten, eine große Angst ein, bis sich Vic nicht mehr sicher ist, ob sie verrückt wird oder ob tatsächlich etwas vor sich geht. Bald verliert sich Vic in dem Gefühl der Verfolgung und der Liebe zu Rafael. Aber ist er wirklich der, für den sie ihn hält? Sie weiß nicht mehr, wem sie trauen kann oder wer ein falsches Spiel mit ihr treibt.
Kann die Liebe bestehen, wenn die Angst einem die Luft abschnürt?
(Quelle: Martina Riemer)

Glasgow RAIN von Martina Riemer, Ebook EUR 2,99; TB EUR 11,99. Foto: Martina Riemer

Meine Meinung zum Buch?

Mit Glasgow RAIN hat Martina Riemer einen tollen Debutroman geschrieben:

Schon mit dem Prolog werden wir mitten in die Geschichte geworfen, denn wir landen mit den ersten Zeilen in der Notfallambulanz in Iverness, bei Regen. Dass das nichts Gutes verheißen mag, wird dem Leser sofort klar. Und das Schöne daran: Wer den Prolog noch einmal liest, wenn er den ganzen Roman gelesen hat, erkennt etwas ganz anderes darin als beim ersten Lesen. So etwas finde ich immer super! Nicht nur daran merkt man, dass die Autorin ihren Roman durchdacht und sorgfältig ausarbeitet hat.

Martina Riemer schreibt locker und leicht, die Sprache ist nicht schwer zu verstehen, und trotzdem nicht langweilig. An der ein oder anderen Stelle erschienen mir die Dialoge ein wenig zu gestellt, beziehungsweise waren mir zu viel tell, statt show.

Die Wendung auf den letzten Seiten mit dem Orden kam für mich etwas überraschend. Nicht wer an den gruseligen Machenschaften beteiligt ist (denn da haben mir kleine Hinweise im Roman gefallen, durch die ich mitraten konnte), sondern was „das Böse“ am Ende ist: Ich hätte mir mehr Mystik im gesamten Roman gewünscht; auf mich hat das Ende ein wenig so gewirkt, als hätte der Mystikfaktor rückwirkend noch hochgeschraubt werden sollen. Düstere Elemente finden sich zwar durch Zeitungsartikel, die von den Frauenmorden handeln und durch einen Verfolger Vics. Die erschienen mir aber eher alle in Richtung Krimi zu tendieren, das Ende erschien mir dann mehr wie ein Abenteuerroman.

Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir sehr gut gefallen: Jeder hat bestimmte Persönlichkeitsmerkmale, Vorlieben und Interessen, die die Figuren rund machen. So möchte Rafael (der Vorzeigemann schlechthin, manchmal war er mir aber zu perfekt) Medizin studieren, und übt sich an Fröschen in seinem eigenen Zimmer – und nur so kann er in brenzligen Situationen seinen Freunden das Leben retten.
Vic schreibt Geschichten, erst unter Pseudonym in der Schülerzeitung, und nicht einmal ihre besten Freunde wissen etwas von ihrer Leidenschaft. Doch im Laufe des Romans erkennt sie, dass das Schreiben zu ihr gehört, dass sie sich nicht verstecken muss hinter dem, was sie tut. Es gibt noch unzählige weitere Beispiele, aber worauf ich hinaus will: Martina Riemer haucht ihren Figuren Leben ein und lässt jede ihren eigenen Lebensweg gehen. Sehr schön!

Glasgow RAIN ist allen zu empfehlen, die einen Roman an der Grenze von Young Adult zu New Adult lesen möchten, mit dem gewissen Etwas an Romance und einem Hauch Mystik. Sehr schön!

Weiterführende Links:

Martina Riemers Blog

Webseite zum Buch

 

 

 

 


Ein Gedanke zu “Leseempfehlung: Glasgow RAIN von Martina Riemer

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