Für verschiedene Medien schreiben

Vor Kurzem habe ich gelesen, dass Taylor Jenkins Reids Roman Forever, Interrupted verfilmt wird. Das hat mich gefreut, da mir das Buch wahnsinnig gut gefallen hat, weil es eine etwas andere Liebesgeschichte ist – genau wie Reids neues Buch, After I Do, das mich zwar nicht genauso begeistern konnte, aber trotzdem nicht schlecht war.

Obwohl es keineswegs selbstverständlich ist, dass Bücher verfilmt werden, hat es mich im Fall von Forever, Interrupted kein bisschen überrascht. Im Gegenteil – ich hatte es sogar erwartet. Während ich das Buch las – und mehr noch beim Lesen des Nachfolgers After I Do – konnte ich nicht umhin, in Filmszenen zu denken. Jenkins Reid versteht es, den Plot und die Entwicklung der Figuren so aufzubauen, dass man sich stets an die Szenenabfolge einer romantischen Komödie aus Hollywood erinnert fühlt.

Foto: lambda_x

Obwohl sich das sicher nicht für jede Art Roman eignet und auch nicht immer das angemessene Vorgehen sein mag, passt es meiner Meinung nach dazu, dass schreiben heute Medienkompetenz, Kreativität über mediale Grenzen hinweg und Findigkeit beim Entwickeln von Stoff für verschiedene Medien bedeutet. Schreiben für verschiedene Medien ist  einer der Schlüssel zum Erfolg.

Schon während man einen Roman entwickelt, kann es den Erfolg des Projekts unterstützen, wenn man die Mittel, die einem zur Verfügung stehen, ausgiebig nutzt. Social Media bieten sich geradezu an zum Vernetzen mit anderen Schriftstellern und zur Kontaktaufnahme mit (potentiellen) Lesern. Plotlines können ins (mobile) Internet verlängert werden, wie zum Beispiel die App zu Marisha Pessls Night Film zeigt. Auch der in Kerstin Giers Silber-Reihe vorkommende „Tittle-Tattle-Blog“ führt im realen Web ein Eigenleben. Cassandra Clare stellt auf ihrem Blog Illustrationen der in ihren Fantasy-Reihen vorkommenden Figuren vor, andere Autoren und Verlage produzieren Buch-Trailer oder bieten Zusatzcontent im Internet an.

Wir sollten schon beim Schreiben das zweite Leben unserer Geschichte in anderen Medien im Kopf haben. Nicht nur, weil es unsere Vermarktbarkeit steigert, sondern weil es Spaß macht und spannend ist. Digitale Medien sind keine Bürde, mit der wir zusätzlich klarkommen müssen, sondern ein Abenteuerspielplatz, auf dem wir und unsere Figuren sich austoben können.

Alena


3 Gedanken zu “Für verschiedene Medien schreiben

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