10 idiotische Ideen, Blockaden zu überwinden, und 1 Geständnis

Ann Patchett hat einmal geschrieben: „As far as I’m concerned, writer’s block is a myth.“ Tendenziell stimme ich ihr zu. Blockaden sind nicht selten der altbekannte innere Schweinehund, eine Prise Faulheit, manchmal gepaart mit einem Motivationsloch. Also nichts, dem man mit ein bisschen Disziplin, ein bisschen mehr Kaffee und dem gelegentlichen Stück Schokolade nicht beikommen könnte.

Aber was, wenn die Schreibblockade eigentlich eine Ideenblockade ist? Wenn man zwei Stunden auf den leeren Bildschirm gestarrt hat und einem immer noch nicht einfallen will, wie man die neue Geschichte in Gang bringt, wie man das neue Kapitel spannender gestaltet? Hier ist meine „Top 10 plus 1“-Liste an Strategien, aus dem tiefen Loch namens Blockade wieder herauszukraxeln.

  1. Kaffee kochen und für eine halbe Stunde die Zeitung oder ein Buch lesen, das nichts mit dem eigenen Projekt zu tun hat. Hat erstaunlich oft Erfolg.
  2. An die frische Luft gehen. Klappt auch meistens ganz gut.
  3. Im Internet surfen und auf Twitter, Pinterest oder anderen Blogs nach Ideen suchen. Klappt selten – meistens lenkt es, ehrlich gesagt, ab.
  4. Kochen. Klappt fast nie – meistens schneidet man sich in den Finger oder verbrennt sich, und dann ist es mit dem Tippen vorbei.
  5. Serien gucken. Klappt oft – aber nur, wenn man die Disziplin aufbringt, auch wieder aufzuhören und weiter zu arbeiten.
  6. Putzen. Macht so wenig Spaß, dass die Ideen freiwillig kommen, damit man an den Computer zurück darf.
  7. Aus dem Fenster gucken. Ist manchmal hilfreich, aber eigentlich nicht empfehlenswert: Man erscheint gruselig – nur Katzen und alte Leute dürfen das.
  8. Die Steuererklärung machen. Bezüglich Erfolgsaussichten siehe Punkt 6.
  9. Menschen treffen. Funktioniert meistens gut – entweder, man kann seine Ideen diskutieren, oder man beobachtet die Umwelt.
  10. Rechercheaufgaben erledigen, die man sowieso irgendwann hätte machen müssen. Ist super – man fühlt sich produktiv und ist es sogar auch.
  11. Blogposts schreiben die damit enden, dass man sich eigentlich immer noch fragt, wie zum Teufel man eine Blockade überwindet und anmerken, dass man für jegliche Ideen über die Maßen dankbar ist.

Alena


10 Gedanken zu “10 idiotische Ideen, Blockaden zu überwinden, und 1 Geständnis

  1. Da ich zu den Autoren gehöre, die parallel 50 Baustellen beackern (Romane, Recherchen, Kurzgeschichten…) hilft es mir meist, mir eine andere Geschichte, ein anderes Projekt vorzunehmen und parallel mit meinem ebenfalls schreibendem Freund mein Problem zu erzählen.
    Denn in der Regel bin ich blockiert, weil ich irgendwo einen Denkfehler habe und mein Hirn darum sich unbewusst weigert, mich weiterschreiben zu lassen, ehe das Problem gelöst ist.
    In der Regel hilft es dann sehr gut, dem schreibenden Freund in aller Ausführlichkeit zu erklären, wo mein Problem liegt. Meist kommt mir die Lösung dabei wie von selbst…

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  2. 12. Auf kleiner Flamme und der hintersten Herdplatte des Oberstübchens ansetzten und warten, bis eine Idee gar ist.
    Und, wie Evanesca sagte: Solange was anderes machen, das zum Schreibjob gehört.

    „Richtig“ blockiert war ich noch nie. Wenn, dann hält mich die Umwelt vom Arbeiten ab, oder ich habe mir mal wieder einen Termin in meine Schreibzeit legen müssen. Und das macht mich dann zu einer recht unangenehmen Zeitgenossin.

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