#NaNo14

Foto: NaNo

Für alle, die sich jetzt fragen, was ich mit der kryptischen Überschrift sagen will: Es ist NaNoWriMo, der National Novel Writing Month, aber eigentlich glaube ich nicht, dass das an irgendwem hat vorbeigehen können, der sich virtuell unter Schreiberlingen bewegt.

Ich pflege eine prächtig gedeihende Hass-Liebe zum verfluchten NaNo. (Wie, da will mir einer vorschreiben, wieviel ich wann zu schreiben habe? Wer ist dieser NaNo überhaupt? Sklaventreiber.) Fünf Gedanken zum NaNo, die mich immer wieder umtreiben:

  1. Schreiben passiert nicht immer mit dem Stift in der Hand oder der Tastatur unter den Fingern. Arbeit am Roman passiert manchmal auch einfach nur im Kopf – durch nachdenken und Szenen hin- und herschieben. Das Wortlimit im Nacken baut da eher Druck auf. Und wo wir dabei sind:
  2. Ja, ja, das Wortlimit. Wortlimits sind so was wie elektronische Fußfesseln für die Kreativität. Jedenfalls für mich. Gebt mir ein Wortlimit, und ich werde versuchen, mich herauszuwinden.
  3. Schriftsteller wird man nicht automatisch, weil man am NaNo teilnimmt. Die regionalen Gruppentreffen sind spitze, um Ideen auszutauschen, einander gegenseitig zu unterstützen und die Moral hochzuhalten. Aber die Arbeit am Manuskript, das tiefe Reinknien, ist meiner Erfahrung nach Arbeit, die man allein an seinem Schreibtisch leisten muss. Ohne sich von Kaffe, Kuchen und den Ideen anderer ablenken zu lassen.
  4. Trotzdem ist es toll, dass das Projekt NaNo Motivationsstütze und Aufhänger sein kann, um mal wieder zu schreiben, wenn es im Alltag etwas untergegangen ist, oder um mehr zu schreiben, weil die Deadline auch anspornen kann.
  5. Und das beste am NaNo ist doch in Wirklichkeit das ganze Drumherum. Die ganzen Schreibtipps (und auch noch umsonst!), die Motivationsreden, das plötzlich aufkommende Geimeinschaftsgefühl. Zum Beispiel der coole Pep-Talk von Scott Westerfeld, oder der von Veronica Roth, der sehr coole Pep-Talk von Chuck Wendig, oder der (geht das überhaupt? ja, das geht) noch coolere Post von Chuck Wendig. Im Ernst, ist wirklich gut. Unbedingt lesen! Absolut bestes Zitat: „Originality is overrated. The one thing that’s unique about your story is that you’re the one writing it. Your voice is the original thing.“ Für alle, die auch schon mal – okay, andauernd – eine Idee gekillt haben, weil, na ja, so was ähnliches gibt’s bestimmt schon irgendwo, also wer würde denn meins überhaupt noch lesen wollen? Und das macht man dann mit jeder Idee, und am Ende hat man nichts geschrieben, und dass das dann keine lesen will (geschweige denn kann) erklärt sich irgendwie von selbst.

Ich werde nun weiter mit dem Wortlimit hadern und völlig unbeeindruckt davon ein paar Wörter auf der leeren Seite festnageln. Was sind eure NaNo-Erfahrungen? Seid ihr eifrige NaNoisten oder NaNo-Skeptiker?

Alena

 

 

 

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7 Gedanken zu “#NaNo14

  1. Au weia! Da sprichst mir doch jemand
    sehr aus dem Herzen… 😉
    Ich bin Neuling beim Nano. Ich versuch´s einfach, dachte ich, und bin immer wieder hin und her gerissen zwischen der völlig neuen Sicht auf Dinge wie Wordcount und dem ständigen Drang alles noch mal und anders zu schreiben…
    Vielleicht gewöhn ich mich ja noch dran. Vielleicht schreibt auch nur die Muse gerade einen ganz anderen Roman als ich. Vielleicht ist das mein erster und mein letzter NaNo… Aber im Moment weiß ich nur: ich schaff das! Zumindest dieses Jahr ist der NaNo MEIN NaNo.
    Ob die Story das im Nachhinein auch so sehen wird bleibt abzuwarten…. *lacht*
    Auf jeden Fall ist es ein spannendes Experiment. Und die Posts die du oben erwähnst sind auf jeden Fall sehr sehr cool… 🙂

    *winkt und geht auch wieder Wörter auf Seiten nageln…*

    Gefällt 2 Personen

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