Was ich beim Lesen von „Magisterium“ gelernt habe (Lehr-Buch #2)

Dies ist der zweite Post in meiner neuen Kategorie Lehr-Buch, in der ich Bücher bespreche, um daraus für das Schreiben etwas zu lernen.

Als zweites Beispiel habe ich mir Magisterium: The Iron Trial (sorry Leute, habe die englische Ausgabe gelesen) von Cassandra Clare und Holly Black herausgegriffen. Worum geht’s?

Think you know magic?
Think again.
The Magisterium awaits . . .
Most people would do anything to get into the Magisterium and pass the Iron Trial.
Not Callum Hunt.
Call has been told his whole life that he should never trust a magician. And so he tries his best to do his worst – but fails at failing.
Now he must enter the Magisterium.
It’s a place that’s both sensational and sinister. And Call realizes it has dark ties to his past and a twisty path to his future.
The Iron Trial is just the beginning. Call’s biggest test is still to come . . .
Quelle: randomhouse.co.uk

Noch mal: Dies ist keine Rezension (hier findet sich eine), sondern ich picke mir ein bis zwei Elemente heraus, anhand derer ich für mein eigenes Schreiben etwas gelernt habe, das ich teilen möchte. In diesem Fall möchte ich mich auf eine große Erkenntnis beschränken, weil ich sie so besonders, äh, erkenntnisreich finde. Nein, wichtig! Wichtig ist das gesuchte Wort… Los geht’s!

Erkenntnis #1 von 1:

In Magisterium: The Iron Trial gibt es zwei große Plot-Twists – einen in der Mitte und einen am Ende. Der in der Mitte (keine Angst, ich verrate ihn nicht) spielt mit den Erwartungen der Leser. Im Anhang des Buches sagen die Autorinnen dazu: „[W]e wanted to play with people’s expectations of the books. They expect the main character to be the hero, the one destined to save them all. With Callum Hunt, it’s a bit more complicated than that…“

Und in der Tat ist es das! Der Twist in der Mitte ist extrem intelligent und kommt überraschend. Nachdem man davor ungefähr 50 Seiten lang (der Einfachheit halber gesagt) sicher war, man weiß genau, was passiert – passiert es dann doch nicht. Das spricht für schriftstellerisches Können und Kreativität.

Aber. ABER. (100 Punkte für alle, die wussten, dass jetzt ein Aber kommt.) Wenn der Leser 50 Seiten lang dachte, es kommt nichts Neues (aka negatives Leseerlebnis), dann eine Seite lang überrascht ist, und wir zugestehen, dass dieses positive Gefühl der Überraschung weitere 10 Seiten lang anhält, berechne ich völlig unmathematisch dennoch 39 Seiten negatives Leseerlebnis. Ergibt Sinn?

Was ich daraus gelernt habe: Wenn ich den super-kreativen und überraschenden Plot-Twist in der Hinterhand habe, sollte ich das zumindest durchschimmern lassen, damit die Leser erwarten, überrascht zu werden. (Ein Beispiel, wo das extrem gut gelungen ist, habe ich letzte Woche besprochen.) Sonst sind es eben nur 39 Seiten negatives Leseerlebnis. Leser wollen überrascht, aber nicht zum Narren gehalten werden. Sonst ärgern sie sich, dass sie 8,99 Euro ausgegeben haben.

Aber um den Post nicht mit einem so negativen Schlusswort zu beenden: Callum habe ich wirklich gemocht. Extrem sympathischer Held! Wegen ihm würde ich trotzdem Band 2 lesen…

Alena

 

 

 

 


4 Gedanken zu “Was ich beim Lesen von „Magisterium“ gelernt habe (Lehr-Buch #2)

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