Nicht-Schreiben ist auch mal schön

Die Idee, dass das Nicht-Schreiben auch ab und zu sein muss – Pausen als Teil des kreativen Arbeitsprozesses – haben wir schon ander einen oder anderen Stelle aufgegriffen. Gute Posts dazu haben auch andere Autorinnen verfasst (hier zum Beispiel oder hier).

Warum? Erstens, weil jeder ab und zu eine Pause braucht. Zweitens, weil Geschichten Input brauchen. Die besten Ideen entzünden sich an Erlebnissen aus der realen Welt, die uns beeindrucken oder nicht mehr loslassen.

Foto: Flickr – Creative Commons-Lizenz: Norbert Reimer

Dabei muss es gar nicht immer eine Woche Urlaub sein. Oder ein ganzer Monat, in dem man sein Manuskript links liegen lässt. Manchmal reicht schon ein Tag. Oder ein Wochenende.

Dinge, die ich diese Woche gemacht habe statt zu schreiben, und um mal auf neue Ideen zu kommen:

  1. Auf einem Konzert der Kooks gewesen und mich in die Vergangenheit zurück versetzt gefühlt, als She Moves In Her Own Way lief.
  2. Ender’s Game auf DVD geschaut. Sci Fi ist ja eigentlich nicht so mein Ding, aber ich arbeite mich nun durch die vielen Empfehlungen, die ich bekommen habe, um diese Bildungslücke zu schließen.
  3. Auf anderen Blogs gestöbert. Besonders unterhaltsamer und informativer Fund: The Emotional Milestones of Writing A Novel von Chuck Wendig.
  4. Wild auf Pinterest herumgepinnt.
  5. Mir Serial angehört. Und dabei dachte ich, ich mag keine Podcasts. Serial ist meiner Meinung nach einfach nur genial. Punkt.
  6. Einen Spaziergang in der Sonne gemacht. Und dabei nicht über meine Figuren nachgedacht.

Was macht ihr mit der ganzen unverhofften freien Zeit, wenn ihr euch eine Pause vom Schreiben gönnt?

Alena

 

 

 

 


6 Gedanken zu “Nicht-Schreiben ist auch mal schön

  1. Hallo Alena,

    Vielen Dank für den Artikel, den ich gerade mal dick unterstreichen kann! Gerade in der Nicht-Schreibzeit habe ich oftmals die besten Ideen.

    Solche Pausen nehme ich mir inzwischen ganz bewusst, Gedanken-Spaziergänge und Träumereien zuzulassen und nenne sie dann auch „Kreativzeit“.
    Das können Pausen sein, in denen ich vermeintlich nichts tue, ein Buch lese, Musik höre, eine nfilm schaue, aber doch auch die – entspannten – Beschäftigungen mit anderen Dinge, die meine Gedanken zum Spazierengehen verleiten, z.B. Routinarbeiten, wie putzen und aufräumen, ganz besonders solche, die ich im Freien erledige, also den Hauseingang fegen und Gartenarbeit. Bewegung und Sport sind ganz allgemein bei mir richtige Ideenpuscher. Ideenpuscher sind aber auch das Stöbern im Netz, das Lesen von Artikeln und Gedanken anderer.
    Und bevor ich mich über unverhoffte Wartezeiten ärgere, werden die ebenfalls zur „Kreativzeit“ ernannt und ich lasse meine Gedanken schweifen.
    Manchmal sind es nur klitzekleine Wahrnehmungen aus der Umgebung, Bilder und / oder Szenarien, ein Wort das ich aufschnappe oder eine neue Blickrichtung auf eine Sache, die mir so viel Input geben, dass ich die am liebsten sofort umsetzen würde (und deshalb habe ich auch immer einen kleine Block und Stift bei mir).
    Und schon freue ich mich wieder auf meine Schreibarbeit bzw. meine Schreibprojekte.

    Und so entstand übrigens auch die Idee zu meinem Kurs „Wandern & Schreiben“. Entspannt und locker mit anderen zusammen durch die Natur zu laufen und sich einfach dem hingeben, was man sieht, hört, riecht, fühlt und denkt.

    Viele Grüße
    Rosemarie
    http://www.rosemarie-benke-bursian.de

    Gefällt 2 Personen

      1. Jetzt wollte ich den gefällt mir Button drücken, aber das lässt das System nicht zu, weil ich über Twitter angemeldet bin und kein WordPress-Konto habe – wieder was gelernt.
        Also musst du dir jetzt das gefällt mir denken 🙂
        Jedenfalls freut es mich, dass du Putzen auch für kreative Gedanken nutzt – wie du schon sagst: so spaßig ist das nicht und dadurch gibt ihm einen positve Touch. So wie ich überhaupt finde, dass man als Kreativer, vor allem als Schreibender, fast alles positiv für sich nutzen kann, denn Worte denken, kann ich fast überall, ebenso wie Umgebung, Stimmung, Sinne und Gefühle aufnehmen und später verwerten.

        Gefällt 1 Person

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