Und schreiben ist doch ein Hobby

Schon mal maßlos aufgeregt, weil der eine Bekannte oder die andere Freundin eure schriftstellerischen Ambitionen nicht ernst nimmt? Weil die Leute nicht kapieren, dass man gerade keine Zeit hat, Kaffee trinken zu gehen, weil man das Kapitel unbedingt fertig schreiben muss? Weil irgendjemand, der es auch nicht besser weiß, euch sagt, dass euer Zugang zum Schreiben oder zur Kreativität einfach der falsche ist?

Foto: Pinterest

Ja? Willkommen im Club. Zumindest solange die eigenen Werke nicht die Spiegel-Beststellerliste bevölkern, wird sich wahrscheinlich immer jemand finden, der euch für ein bisschen verschroben hält (und dann vielleicht sogar erst recht). Zweifler gibt es überall; Manche sind vielleicht auch einfach nur neidisch. Aber den Satz „Mehr als ein Hobby ist das doch nicht.“ wird man sich wohl immer wieder mal anhören müssen.

Ich habe beschlossen, mich darüber nicht mehr zu ärgern. Im Gegenteil: Ich stimme ihm zu. Denn warum schreibe ich? Weil ich es liebe. Weil es sogar noch mehr Spaß macht als lesen. Weil ich mir nicht vorstellen kann, es nicht zu tun. Seien wir ehrlich – klar will ich damit irgendwann mal zumindest ein kleines bisschen Geld verdienen. Und wenn das klappt? Ist schreiben immer noch ein Hobby – weil es so viel Spaß macht, dass ich es nie als Arbeit bezeichnen würde, egal, wie viele Nächte ich mir mit einem Manuskript um die Ohren haue.

In diesem Sinne: weiter schreiben!

Alena

 

 

 

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13 Gedanken zu “Und schreiben ist doch ein Hobby

  1. So kann man es natürlich auch sehen *g*.
    Für mich selber habe ich aber festgestellt, dass ich viel produktiver und besser schreibe, seit ich das Schreiben eben NICHT mehr für mich selbst als bloßes Hobby definiere. Wenn ich es als Nebenjob behandle (auch wenn es das Geld erst später gibt), ist das eine ganz andere Motivation, sich hinzusetzen und zu schreiben.
    So kann man bestimmt auch Bekannte abhalten – „Ich kann nicht mit zum Kaffeetrinken, ich muss noch was für meinen Nebenjob machen“ klingt außerdem doch viel seriöser 😛

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    1. Das habe ich auch versucht – nur dass ich dann das Gefühl bekam, ich „arbeite“ irgendwie immer. Die Kunst ist wohl, so viel Hobby-Einstellung mitzunehmen, dass man die Leichtigkeit und den Spaß nicht verliert, aber auch so viel professionelle Einstellung mitzubringen, dass etwas Ernsthaftes dabei rauskommt – nämlich ein tolles Manuskript 🙂

      Gefällt 2 Personen

  2. Die Kunst ist es wohl, den Spagat zwischen Ehrgeiz und Spaß zu schaffen … meistens bekomme ich es einigermaßen gut hin, wenn nicht, schlafe ich schlecht und merke, dass ich den Ehrgeiz zurückdrehen muss.

    Gefällt 1 Person

  3. Hm. Also als jemand, für den es tatsächlich nicht mehr als ein Hobby ist:
    Schreiben ist wie wach bleiben. Jeder kann mehr oder weniger lang wach bleiben.
    Ich bin einer jener Menschen, die gerne mal länger wach bleiben.
    Und dann gibt es Menschen, die bleiben drei Tage am Stück wach, egal wie müde sie sind. Und das regelmäßig! Das sind diese komischen Menschen die sich Autor_in nennen.

    Klar kann man es über die Leidenschaft schönreden. Aber die habe ich auch. Was ich nicht habe, ist der Ehrgeiz und den Willen gegen meine Müdigkeit, Ideenlosigkeit, Schreibblockade etc. anzugehen. Ich gehe schlafen. Und schreibe wenn ich wieder Lust habe.

    Das ist der Unterschied und der Grund warum du nicht aufgeben solltest und lächeln. Reg dich auf, mecker, spuck aus. Was auch immer du willst. Denn es ist es wert wahrgenommen zu werden.
    Und Dummheit ist immer gut sich drüber aufzuregen.;-)

    Gefällt 1 Person

  4. Oh ja, das kenne ich nur zu gut… Und hinzu kommt: Schreiben ist nicht gleich Schreiben. Die Texte mit denen ich Geld verdiene, sind in den seltensten Fällen die, die liebe. Aber vielleicht kommt das noch. Und falls nicht, schreibe ich trotzdem weiter. 😉 Es ist schön zu lesen, dass es auch andere gibt, denen es so geht. Liebe Grüße, Soylani

    Gefällt 3 Personen

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