Kopf läuft über, zu viele Ideen! Was nun?

Das Gehirn sprudelt über, die Gedanken rasen, keine Ahnung, an welcher Szene ich schreiben soll und eigentlich auch nicht, an welchem Buch – schon mal gehabt? Da seid ihr nicht allein.

In der aktuellen Ausgabe des deutschen Rolling Stone ist ein Interview mit Stephen King zu lesen, in dem er über seine Fantasie (zu Jugendzeiten) sagt:

Foto: Stephen Poff

„Ich hatte das Gefühl, mein Kopf würde explodieren. Es gab so viele Dinge, über die ich gleichzeitig schreiben wollte. Ich hatte so viele Ideen, die sich gegenseitig in die Quere kamen. Es war, als warteten sie alle auf die Erlaubnis herauszukommen. Ich hatte dieses unterirdische Bassin, randvoll mit Ideen, das ich nur anzapfen musste – und schon schoss alles heraus.“

Dass die Ideen vor sich hin sprudeln, während man an einem Projekt sitzt, ist nur natürlich. Während man für Story A recherchiert, stößt man auf einen interessanten Artikel oder ein Bild, das sofort den Film vorm inneren Auge starten lässt. Das ist super, denn so kommen wir beim Schreiben weiter, entwickeln Geschichten und Figuren.

Aber (war klar, dass ein Aber kommt, gell? 😉 ): Wir sollten dabei den Fokus auf das Projekt, an dem wir eigentlich gerade arbeiten, nicht verlieren. Wir sollten auch nicht versuchen, jede der Ideen, die uns über den Weg läuft, darin aufzunehmen. Natürlich: Die Ideen, die wir haben, sollten wir festhalten. Dabei sind der Fantasie bei der Entwicklung einer Art des Sammelns keine Grenzen gesetzt. Hier nur mal ein paar Beispiele dafür, wie wir unsere Ideen organisieren können:

Wie wir unsere Ideen sammeln, dafür gibt es noch viel mehr als diese Möglichkeiten. Wichtig ist, dass wir sie nicht vergessen und sie für spätere Projekte aufheben. Nicht alles, was ein guter Aufhänger oder Handlungsstrang für eine Geschichte ist, passt auch in eine einzige Geschichte hinein. Wäre ja eigentlich auch schade, dann hätten wir nämlich viel zu wenig zu schreiben. Soll heißen: Breit gefächert denken, überall inspirieren lassen und Ideen sammeln ist super. Fokussieren und organisieren ist letztlich aber der Schlüssel zum Erfolg, wenn wir all das Gute, das wir gefunden haben, verarbeiten wollen.

Was meint ihr dazu, und wie sammelt ihr eure Ideen?

alexa

 

 

 

 


18 Gedanken zu “Kopf läuft über, zu viele Ideen! Was nun?

  1. Oh ja das Problem kenn ich, sofern man es als Problem ansehen kann, aber ich hab es so oft, dass ich eigentlich eine Geschichte fertig bekommen will, mir aber immer nur Ideen für andere Geschichten kommen. Im Moment bin ich allerdings in so einem kleinen Tief, ich hab zwar Ideen wie es weiter gehen soll, aber irgendwie fehlen mir die genauen Worte und die Überleitungen zu den Handlungen, die folgen sollen. Oder ich hab nur Ideen für Ereignisse, die in ferner Zukunft liegen, weshalb dann auf meinem iPod, Handy oder in meinem kleinen Notizbuch (wenns nur Stichpunkte sind, wenns zusammenhängende Sätze sind, dann eher in einem Block) ganz viele Ideen landen. So hab ich zum Beispiel ich glaub vier odder fünf Gespräche/Briefe für meine Hauptgeschichte fertig und wenn ich dann endlich zu dem Punkt gelangt bin, wo sie hinkommen, muss ich einfach nur noch abtippen 😀

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  2. Ideen! Sie kommen immer dann, wenn man sie gerade NICHT gebrauchen kann. Am Klo, unter der Dusche, beim Kochen, (hier andere Tätigkeit einfügen, bei der man nur selten einen Block zur Hand hat). Und kaum sitzt man vor dem leeren Dokument, fällt einem nichts mehr ein.
    Auch ein Klassiker: Vor dem Einschlafen noch einen Artikel planen. Im Bett natürlich. Alles schön im Kopf haben. Morgens dann schreiben wollen und nichts mehr wissen. Da hilft dann selbst Kaffee nicht mehr 😀

    Meine Ideen-Sammlungs-Strategie ist eine Mischung aus Word-Docs, Google-Docs, WP-Prafts und Chat-Nachrichten mit allen möglichen Leuten. Die Hälfte davon verlier ich dann aber wieder.

    Da „Problem“ des werten Herrn King kenn ich übrigens auch. Vielleicht liegts daran, dass ich nie über hundert Seiten drüberkomme… 😀

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    1. Meine Strategie dazu, mir Sachen zu behalten, die mir im Bett einfallen: Den Gedanke mit einem Gegenstand verknüpfen, von dem ich weiß, dass ich ihn am Morgen sehe. Klingt jetzt wahrscheinlich total verrückt, klappt bei mir aber meistens 🙂

      Chats find ich ja jetzt auch eine coole Idee! 🙂

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      1. In meinem Fall also Kaffeetasse, Zeitung und den bösen, bösen Wecker? Sollt ich mal versuchen 😀
        Einziges Problem mit den Chats: Bei unzähligen Gruppengesprächen weiß man irgendwann nicht mehr, wo man das Dign eingestreut hat, geschweige denn wann 😀

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      2. Genau – aber vielleicht lieber Tasse oder Zeitung, vermutlich willst du den bösen Wecker so schnell ausstellen und bis zum nächsten Morgen nicht wieder sehen, dass der Idee jegliche Chance genommen wird, so schnell ins Gedächtnis zurück zu springen 😉

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      3. „Den Gedanke mit einem Gegenstand verknüpfen, von dem ich weiß, dass ich ihn am Morgen sehe.“
        Hab ich auch probiert, funktioniert aber nicht – ruhig schlafen kann ich nur, wenn ich das, was da im Kopf herumgeistert, aufgeschrieben habe. Sonst hält die Befürchtung, es zu vergessen, dummerweise wach …
        Und am Morgen dann: oftmals Zettel wegschmeißen, weil soo gut war die Idee doch nicht. 😀

        Ansonsten: Überall Stifte und Zettel herumliegen lassen. Die Stifte wollen benutzt werden, sonst laufen sie verärgerterweise aus, und die Zettel wollen vollgeschrieben werden, sonst kringeln sie sich. Im Auto muss irgendwas Diktierfähiges herumliegen, mangels Sekretärin üblicherweise ein digitales Diktiergerät, das lässt sich am einfachsten bedienen.

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      4. Richtig, im Auto könnte man auch noch was deponieren. Ist ähnlich wie bei einem Spaziergang, die eignen sich auch immer sehr gut, um per Diktierfunktion geniale Ideen festzuhalten 🙂

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