10 Tipps für lebendige Figuren

Quelle: Pinterest

Geschichten leben von spannenden, vielschichtigen Figuren, die beim Leser starke Gefühle hervorrufen. Aber wie schafft man Figuren, die unsere Leser nicht mehr loslassen? 10 Tipps, worauf es ankommt:

  1. Figuren werden durch ihre Entscheidungen lebendig. Niemand interessiert sich für einen Helden, der zufällig und ohne viel eigenes Zutun durch seine Geschichte stolpert. Die Entscheidungen des Protagonisten müssen zumindest in einigen Fällen den Plot vorantreiben. Lieben wir nicht alle die Spannung, die davon lebt, wenn der Protagonist die für uns als Leser ganz offensichtlich falsche Entscheidung trifft?
  2. Show, don’t tell. Nichts ist langweiliger, als eine Figur steckbriefartig präsentiert zu bekommen. Figuren wollen in Aktion zum Leben erweckt werden. Dass der Protagnist mutig ist, sollte durch mutiges Handeln gezeigt und nicht einfach so behauptet werden. Und die eine oder andere offene Frage sollten wir dem Leser auch noch gönnen, sonst wird es schnell langweilig.
  3. Figuren existieren nicht in einem sozialen Vakuum. Glaubwürdige, authentische (Liebes-) Beziehungen zu anderen Figuren, sowohl positive als auch negative, braucht jede Figur.
  4. Dennoch müssen wir bei der Konstruktion der losen und engen Beziehungen, die unsere Figuren unterhalten, im Kopf behalten, dass sie genau das sind: Figuren. Wir müssen ihnen Freunde zur Seite stellen, aber nicht genauso viele wie echten Menschen, denn das macht das Ensemble unübersichtlich. Sie brauchen Feinde. Sie brauchen Nebenfiguren. Da darf es auch das eine oder andere lose Ende geben, um sich dem realen Leben anzunähern – denn das ist schließlich kein viktorianischer Roman, wo es grundsätzlich kaum lose Enden gibt.
  5. Figuren sollten Geheimnisse haben, auch vor den Lesern. Denn nichts ist ärgerlicher, als die große Frage eines Romans schon längst beantwortet zu haben, während die Figuren ihr noch seitenlang planlos hinterherjagen. Wir sollten ihnen deshalb zumindest an der einen oder anderen Stelle einen Wissensvorsprung geben.
  6. Die Zielgruppe muss mit den Figuren etwas anfangen können. Immer im Kopf behalten, für wen man eigentlich schreibt!
  7. Helden und Heldinnen sollten vielschichtig sein; Klischees sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Das gelingt nicht immer; auch Schriftsteller sind nur Menschen. Aber regelmäßiges Hinterfragen hat noch nie geschadet.
  8. Die Interaktion zwischen den Figuren und das, was dabei entsteht, sollte ein starker Treiber des Plots sein. Jede Handlung einer Figur sollte eine entsprechende Handlung einer anderen Figur in Gang setzen. Das ist nicht nur realistisch, sondern baut auch Spannung auf.
  9. Perspektive ist entscheidend: Wenn wir mitten in einer Geschichte den Fokus auf eine andere Figur legen, die uns vielleicht ans Herz gewachsen ist, in die der Leser aber kein emotionales Investment hat, nimmt er uns das übel.
  10. Figuren, die dümmlich daherkommen, irritieren die Leser. Sie wollen sich zumindest in die Helden der Geschichte hineinversetzen können und das erfordert, dass die Figuren intelligent sind – genauso intelligent wie unsere Leser! Leser wollen nicht mit einfältigen Figuren für dumm verkauft werden. Leser wollen überrascht, aber nicht zum Narren gehalten werden. Sonst ärgern sie sich, ihr Geld für unser Buch ausgegeben zu haben.

Was sind eure Tipps und Tricks für interessante Figuren?

Alena


7 Gedanken zu “10 Tipps für lebendige Figuren

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