Wie wir lernen können, uns zu konzentrieren

Konzentration ist manchmal schwierig. Nicht nur, wenn wir in der Schule, der Uni oder im Beruf jemandem zuhören sollen. Es kann manchmal auch schwierig sein, unseren eigenen kreativen Projekten zuzuhören.

Foto: Pinterest.

Jeder hat mal das Gefühl, nicht weiter zu kommen; der Wendepunkt unseres Romans lässt uns die Haare raufen und pro Minute gefühlt um 10 Tage altern. Das Aha-Erlebnis stellt sich nicht ein und wir sind frustriert. Wir checken Mails, den Twitter-Feed („Oh, so viele Infos auf einmal!“), die Pinterest-Boards („Hm, sieht alles hübsch aus, aber brauche ich das wirklich?“), die Facebook-Updates („Facebook ist so langweilig geworden, niemand postet mehr was!“). Der Versuch, zurück zum Projekt zu kommen, scheitert – war da nicht noch die eine Location, die wir recherchieren wollten? Der Wikipedia-Eintrag dazu verlinkt auf so viele spannende Dinge, dass wir uns durchklicken, bis wir eine Stunde gelesen und gesurft haben, ohne auch nur ein Wort zu Papier zu bringen.

Aber es muss nicht so sein. Wir können uns schulen in Aufmerksamkeit. Natürlich ist die Verlockung groß, sich in den Weiten des Internets zu verlieren, wenn es uns nicht gelingt, die Figuren das tun zu lassen, was wir im Sinn haben oder überhaupt mal weiter zu schreiben. Nur: Dann hilft uns surfen auch nicht weiter, sondern verschiebt das Problem nur. Es ist nichts dagegen einzuwenden, sich für ein spezifisches Problem Hilfe auf einem Schriftsteller-Blog zu holen. Aber dabei soll es dann auch bleiben.

Ein Tipp: Eine Stunde schreiben, unabhängig davon, wie anstrengend es ist das Dokument nicht zu schließen (manchen hilft es auch, das Internet abzuschalten und das Handy schlafen zu legen – da gehöre ich aber auch nicht dazu). Wenn die Stunde vorbei ist, fühlt man sich erstens gut, weil man weiter gekommen ist. Und zweitens will man das Dokument gar nicht mehr schließen. Denn dann sind wir eingetaucht, und uns von Mails, Tweets oder Pins abzulenken kommt überhaupt nicht mehr infrage. Dann ist es das eigene kreative Projekt, das uns festhält, dem wir treu bleiben wollen.

Und ganz schnell sind zwei weitere Stunden vergangen. Wir haben uns nicht ablenken lassen. Blöd ist nur, wenn wir gleich nach dem Aufstehen angefangen haben und nun leider droht, dass wir den Zug zur Arbeit verpassen – aber man muss eben Prioritäten setzten…

alexa

 


2 Gedanken zu “Wie wir lernen können, uns zu konzentrieren

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