Unmotiviert, uninspiriert, unkonzentriert? War gestern.

Schreib- und Ideenblockaden sind ein Thema, mit dem man sich bedauerlicherweise immer mal wieder herumschlagen muss. Sie tauchen unverhofft und unerwünscht auf, wenn wir mitten in einem Projekt stecken und auf einmal völlig planlos sind, weil wir kurz vor dem zweiten Wendepunkt irgendwie die Kurve nicht kriegen. Oder sie machen uns das Leben schwer, wenn wir ein neues Projekt starten wollen aber den Zugang nicht so recht finden.

Ich geb’s zu, ich habe noch kein Wundermittel dagegen gefunden. Aber ich habe eine Strategie gegen die Phasen ohne Motivation, Inspiration und Konzentration gefunden, die für mich so gut funktioniert, dass ich sie mit euch teilen will.

Dieses Zitat hängt, ausgedruckt, über meinem Schreibtisch. Quelle: Pinterest

Schritt 1: Lesen. Wenn nichts mehr geht, nehme ich mir ein oder zwei andere Bücher und lese, solange ich Lust habe. Am besten einen Roman und ein Sachbuch, und möglichst weit entfernt von dem Genre und dem thematischen Umfeld, in denen sich mein eigenes Projekt befindet. Das bringt mich auf andere Ideen und frischen Wind in mein Projekt.

Aktuell lese ich „Maybe In Another Life“ von Taylor Jenkins Reid und „Bird by Bird“ von Anne Lamott, um meine Ideen frisch zu halten.

Schritt 2: Ziel formulieren. Hier halte ich mir, ohne Druck aufzubauen, vor Augen, wo ich mit meinem Projekt hin will. Ziele wie „Ich will Bestsellerautorin werden!“ zählen nicht. Es muss etwas sein, das man aus eigener Kraft mit nichts als Durchhaltevermögen erreichen kann. Mein erstes großes Ziel ist es immer, einen ersten Entwurf zu Ende zu schreiben, den meine Beta-Leser kommentieren können. Das darauf folgende Ziel wäre dann, die Kommentare in den zweiten Entwurf einzugliedern. Und so weiter: Herausforderungen formulieren, die man meistern kann.

Aktuell ist mein Ziel für mein eines Projekt, innerhalb der nächsten Woche eine feste Plotstruktur stehen zu haben, damit ich loslegen kann. Für mein anderes Projekt ist das (etwas bescheidenere) Ziel, nicht irre zu werden angesichts der Tatsache, dass die ersten Kapitel schon wieder überarbeitet werden müssen.

3. Schreiben. Klingt simpel, ist es aber manchmal nicht. Trick: in einem frühen Arbeitsstadium nicht zu viel Zuneigung zu seinem Text entwickeln. Sich nicht davon blockieren lassen, dass man den perfekten ersten Entwurf abliefert. (Sonst wäre er ja kein erster Entwurf.) Text löschen ist genauso wichtig wie Text produzieren. Das klingt im ersten Moment vielleicht demotivierend: Da hat man sich schon aufgerafft, und dann soll man die Hälfte gleich wieder streichen? Seht es als Befreiung: Im ersten Entwurf dürft ihr alles hinschreiben, was euch spontan im Kopf herumschwirrt. Denn diese Phase soll Spaß machen und sich nicht (nur) nach Arbeit anfühlen.

Aktuell werde ich genau das nun tun und verabschiede mich deshalb ins Wochenende!

Alena


5 Gedanken zu “Unmotiviert, uninspiriert, unkonzentriert? War gestern.

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