Auch mal was anders machen: Hallo Sommerpause!

Als ich diese Woche einen Insektenstich am linken Handgelenk hatte, trug ich meine Uhr rechts. Das war für ungefähr zehn Minuten ein ungewohntes Gefühl, danach hatte ich es total vergessen und es war, als würde ich meine Uhr niemals anders tragen. Gestern lackierte ich zwei Holzstäbe, und als ich damit fertig war merkte ich, dass ich den Pinsel in der rechten Hand hielt – ich bin Linkshänderin. Heute Morgen beim Joggen im Wald bin ich Wege gelaufen, die ich zwar kenne; es waren aber Wege, die zu drei unterschiedlichen meiner Laufrouten gehörten. Alle waren mir langweilig geworden – und trotzdem war es komisch, die Rechtskurve zu laufen, die ich aus dieser Richtung immer links laufe!

Pinterest.

Dann kam ich nach Hause und setzte mich genüsslich in die Sonne, um die Winnemuth Kolumne zu lesen. Meike Winnemuth beschreibt einen Tag, an dem sie mal alles anders macht: Morgens unter der heißen Dusche ein eiskaltes alkoholfreies Bier trinken. Den Freund das Gericht im Lokal aussuchen lassen und Espresso trinken, obwohl sie Kaffee nicht mag. Ein viel zu hohes Trinkgeld zahlen („Warum soll nur mein Tag anders sein als sonst?“), einfach mal im Hotel dreihundert Meter von der eigenen Wohnung entfernt übernachten und Serien schauen, die man noch nie geschaut hat (bei ihr waren es Die Simpsons, da hätte ich mich direkt neben sie setzen können…). Urlaub nehmen von der Routine sei das, sagt Winnemuth.

Ohne es bewusst zu tun, brach ich mit einigen meiner Routinen in der vergangenen Woche. Es ist es nichts anderes, wenn man als Schriftsteller über den eigenen Tellerrand hinaus sieht und sich durch Genres liest, die man eigentlich nicht mag. Das  allein reicht natürlich nicht, sondern auch in die Welt hinauszugehen bringt Ideen, bricht mit Routinen. Vor allem in den Sommermonaten lässt es sich prima durch Städte und Wälder spazieren, bis spät in die Nacht – vielleicht sogar bis später, als man das sonst immer tut. Man kann auch zelten gehen, wenn man das schon lange/noch nie gemacht hat. Oder man isst ein Lakritzeis, statt Erdbeere, weil das ja Standard ist. Oder man fährt in den Urlaub an die Nordsee, weil man sonst immer in den Süden fliegt – oder umgekehrt. Eigentlich ist es egal, wie man das anstellt. Hauptsache, man führt sich vor Augen, was man macht, weil man es immer so macht. Aus Gewohnheit eben. Und dann sollten man sich überlegen: Welche Alternativen habe ich? Könnte ich es nicht ganz anders machen? Wäre das nicht spannender? Wenigstens für fünf Minuten?

Wir machen das jetzt, für die nächsten vier Wochen. Machen Sachen anders. Sammeln Inspiration dort, wo wir sie noch nie gesucht haben. Wir beginnen genau hier, denn wir verabschieden uns in die Sommerpause – bloggen nicht mehr mittwochs und sonntags. Machen Sachen eben anders. Vielleicht macht ihr ja auch Sachen anders und erzählt uns davon 🙂

alexa

 

 

 

 

 


8 Gedanken zu “Auch mal was anders machen: Hallo Sommerpause!

  1. Das ist eine wirklich gute Idee. Ich denke, ich werde jetzt auch mal mit offeneren Augen durch meinen Alltag laufen.
    Mein Nutellatoast jeden Morgen bleibt aber bestehen. 😉
    Habt eine schöne Pause.
    Liebe Grüße,
    Mia 🙂

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