Schreiben, bloggen, Pause machen – wir sind zurück!

Vor ungefähr vier Wochen beschlossen wir, eine Blogpause zu machen. Die ist jetzt vorbei und es fühlt sich gut an, zurück zu sein.

Wir wollten mal was anders machen, Dinge ausprobieren, den Kopf frei kriegen. Das haben wir getan und werden euch in den nächsten Wochen berichten, was wir gelernt, gelesen und entdeckt haben.

Quelle: Alena Coletta / Instagram
Quelle: Alena Coletta / Instagram

Die Sommerpause hatte eigentlich keinen „Grund“. Und doch hatte sie natürlich einen Grund – wir wollten sie machen – es gab bloß keinen Anlass. Keine von uns war auf Reisen oder sonst wie verhindert. Also die allgemein anerkannten Gründe, wieso man nicht an irgendetwas arbeitet, irgendwie aktiv ist, irgendwas zu sagen hat, schieden aus.

Und trotzdem stand diese Blogpause schon etwas länger im Raum. Geteiltes Blut gibt es seit über drei Jahren. Damals schickten wir unseren ersten Post in die Welt, und ohne Unterbrechung haben wir gebloggt, was das Zeug hielt. Aber in den letzten Monaten schlich sich eine Art Müdigkeit ein. Ab und zu sagte eine von uns „Ich wünschte, wir könnten mal eine Pause machen.“, aber die andere sagte jedes Mal „Wir machen weiter.“ Bis Alexa mich an diesem einen Tag im Juli anrief, da uns noch ein Post für die kommende Woche fehlte, und ich wieder sagte: „Ich wünschte, wir könnten mal eine Pause machen.“ Und sie einfach antwortete: „Okay.“

Die Pause fühlte sich auch vom Timing her genau richtig an. Die vielen Jahre im deutschen Bildungssystem und später das Leben und Arbeiten im akademischen Jahr (eigentlich sogar die Bundesliga) haben mir einen Rhythmus ins Hirn gebrannt: Im Sommer ist irgendwann alles vorbei, und wenn es Herbst wird, geht es wieder los.

Jetzt geht es wieder los, und ich warte seit Tagen ungeduldig darauf. Denn so schön die Pause auch war, das Bloggen hat mir gefehlt. Es gehört zu meinem Schreibprozess mittlerweile einfach dazu.

Denn durch das Schreiben entwickeln wir einen anderen Blick auf die Welt. Uns fallen Dinge auf, die wir sonst vielleicht gar nicht bemerkt hätten. Wir registrieren winzige Fragmente von Geschichten, gut versteckt in Alltagshandlungen. Und auf einmal gibt es so viel zu erzählen, so vieles, von dem wir der Welt berichten wollen.

Bloggen kann das Schreiben befruchten. Wenn eine Blockade, Unmotiviertheit oder der pure Wahnsinn drohen, schreibe ich sie mir lieber in einem Blogpost von der Seele als nervös darauf zu warten, wann sie wirklich zuschlagen werden.

Warum also die Pause? Warum diese Blogmüdigkeit, die sich eingeschlichen hatte? Vielleicht, weil ich immer zuerst eine Schriftstellerin bin und danach erst eine Bloggerin. Ich blogge, weil ich schreibe, nicht umgekehrt.

Und manchmal verlangt das Schreiben mir alles ab. Dann ist das Projekt, an dem ich arbeite, in einer Phase, in der ich mich nicht ablenken lassen will oder kann. Dann habe ich das Gefühl, ich habe nichts, aber auch absolut nichts mehr zu sagen. Weil ich alles gesagt habe, das mir gerade so im Kopf herumgeht. Oder weil ich es noch ein wenig in meinem Kopf aufbewahren will, es drehen und wenden. Um dann zu schauen, ob es ins Manuskript passt.

Quelle: Pinterest

Denn unsere Manuskripte sind wie Kinder oder kleine Hunde: Wir hegen und wir pflegen sie, wir lieben sie. Aber manchmal machen sie uns auch ein bisschen fertig und wenn wir keine geistig gesunden, rational denkenden Erwachsenen wären, würden wir sie anschreien.

Während der Sommerpause habe ich Ideen gesammelt, manche verworfen, andere im Licht hin und her gedreht wie einen glitzernden Kiesel, andere sofort verbaut. Und manchmal hatte ich weder Ideen noch Lust zu schreiben und habe einfach nur Unmengen gelesen.

Das ist okay, und sogar notwendig. Denn kreativ sein kann man nicht am Fließband. Schreiben hat auch viel mit Nicht-Schreiben zu tun. Mit dem negative space sozusagen, also dem Raum drum herum.

Ich habe meinen negative space genossen, und jetzt bin ich voller Tatendrang, wieder loszulegen.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr diesen Sommer mal was anders gemacht? Was hat euch inspiriert?

Alena


5 Gedanken zu “Schreiben, bloggen, Pause machen – wir sind zurück!

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