Von der Liebe zu fiktionalen Personen

Über Fandoms, Shipper und IRL habe ich vor einiger Zeit etwas geschrieben, wann die Liebe zum Charakter kritisch wird habe ich mir auch schon überlegt, und vor Kurzem habe ich mich gefragt, ob es eigentlich okay ist, die eigenen Figuren zu zitieren.

Foto: Pinterest.

Während ich die Serie White Collar hoch und runter schaue – nachdem ich mit Suits nicht weitermachen konnte, den letzten Winter mit Staffel 6 von Vampire Diaries verbracht habe (und unsicher bin, was ich von der bevorstehenden siebten Staffel halten soll, wenn Nina Dobrev nicht mehr dabei ist) und auch von True Blood und Supernatural mal eine Pause brauchte – während ich jedenfalls White Collar schaue und Alena schon jedes Mal kurz vor einem Lachflash ist, sobald ich nur sage „Also Neal Caffrey-“, währenddessen also habe ich überlegt: Wie ist das noch mal mit der Liebe zum fiktiven Charakter? Mir gefällt Neal Caffrey, und auch wenn er ziemlich viel Scheiß macht und ich mit ihm wahrscheinlich schon kein einziges Wort mehr wechseln würde, schaue ich ihm bei seinen bis ins Kleinste ausgetüftelten Raubzügen immer wieder gern zu. Genau so konnte ich mich aber auch nicht von Sam und Dean Winchester lösen, und die Bad-Boy-Version von Stefan Salvatore gefällt mir wesentlich besser als der brave, leidende Kuschelvamp, der er zu Beginn der Serie war.

Weil ich aber diese Figuren mag, heißt das nicht, dass ich verliebt bin in die Darsteller der Serien. Abgesehen davon, dass die genannten (zumindest teilweise) verheiratet sind (sowohl mit Männern als auch mit Frauen), Kinder haben und ohnehin „totally out of my league“ wären: Es sind die Charaktere, die mich faszinieren, und ich glaube, das ist bei den meisten Leuten so.

Deswegen finde ich, dass es viel schöner ist, sich in Charatkere aus Büchern zu verlieben als in Charaktere aus Filmen und Serien. Denn dann kommt es erst gar nicht dazu, dass man sich in dieser seltsamen Zwischenlage wiederfindet, in der das Hirn irgendwann beginnt, den Schauspieler mit der Figur zu verwechseln, die er verkörpert. Wenn wir lesen und uns in Figuren verlieben, dann verlieben wir uns in die reine Form des Charakters, dann lieben wir unsere Vorstellung einer fiktiven Person. Und diese Vorstellung ist so real, wie sie nur sein kann. Wir werden dabei nicht von Aussehen, Mimik und Gestik des Darstellers geprägt, sondern einzig davon, wie der Charakter beschrieben wird und was die Synapsen in unserem Kopf damit machen. Einfach wunderbar, oder nicht?

alexa


7 Gedanken zu “Von der Liebe zu fiktionalen Personen

  1. Guck nicht so einen Mist, guck Firefly und komm mit nem richtigen crush wieder. 😛 Malcom Reynolds. *schmacht* Der Mann macht mir all kinds of weird feelings. 😉

    Ich kann es schon verstehen, sich in den Charakter zu verlieben. Aber in den Menschen dahinter? Das versteh ich immer nicht. Sehe das ähnlich wie du, sehr gut ausgedrückt.

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  2. Hah! The one and only: Legend of the Seeker – aber, so sweet little Richy, also der Sucher, auch ist – mein Herz gehört der (Badass-)Mother Confessor Kahlan Amnell!
    ich hab´ die Bücher des Sword of Truth gelesen, aber verfallen bin ich ihr ganz sicher wegen Bridget Regan, die uns einfach eine fantastische Kahlan geschenkt hat. Seitdem folge ich Bridget durch alle Serien, ich mag sie, ich find sie klasse… Aber

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