Schreibblockade – und ich wische nach links

Stellt euch vor, es ist Samstagabend. Ihr öffnet die Datei eures Manuskripts. Und plötzlich ist da dieses Gefühl: Eine mutmaßliche Schreibblockade kommt vorbei und will euch kennen lernen. Um Himmels Willen, bitte nicht!

So lange die Tür zwischen euch ist, kann die Schreibblockade nichts ausrichten. Foto: Pinterest.

Was tun? Einfach nach links wischen. So wie bei diesen Dating-Apps, bei denen ein Wisch nach links so viel heißt wie „Nee….gefällt mir nicht“ und ein Wisch nach rechts „Wow, diese Person sieht interessant aus, die will ich treffen!“.

Stellen wir uns das so vereinfacht vor, dann hat die Blockade keine Chance, uns zu ärgern. Denn eigentlich gibt es doch gar keine echten Schreibblockaden. Die Dinger tun nur gern so, als wären sie die Größten, als könnten sie uns wirklich beeindrucken und beeinflussen.

Aber in Wahrheit beschleicht uns höchstens ein zwischenzeitliches Ideentief für die eine Geschichte. Na und? Es gibt ja noch mehr Dateien, die auf der Festplatte schlummern. Oder den Blogpost, der die ganze Zeit schon in unserem Kopf umherschwirrt und den wir nur noch abtippen müssen. Oder diese Sache mit der Twitter-Story, bei der ein Tweet eine Minigeschichte ist, die wir immer schon mal ausprobieren wollten. (Jeder hat die eine oder andere Strategie in der Hinterhand, die gegen Blockaden hilft – Alenas findet ihr hier.) Und wenn gar nichts mehr hilft, gibt es genug Möglichkeiten, kreativ zu sein, ohne wirklich was zu tun.

Die Kunst besteht darin, der (vermeintlichen) Schreibblockade die Tür vor der Nase zuzumachen. Nicht sehr freundlich, ich weiß. Aber sie hält uns sonst von der Arbeit ab. Und außerdem spielt sie sich doch sowieso nur auf. Mal im Ernst: Wer will denn schon eine Blockade kennen lernen? Besonders attraktiv ist sie ja nicht gerade. Also: Nicht in Schockstarre verfallen, wenn die Blockade anklopft. Sondern den Schlüssel umdrehen, fokussieren und weitermachen. Ganz einfach.

alexa


6 Gedanken zu “Schreibblockade – und ich wische nach links

  1. Meine Strategie gegen die Schreibblockade/Ideenblockade/Generell-Blockade (hier gehts aber eigentlich nur um Artikel und weniger um Geschichten): Raus an die frische Luft, alle Infos nochmal im Kopf durchgehen und am besten handschriftlich den ganzen Ablauf für den Artikel notieren. Oh! Und Headset rein und volles Rohr Metal xD

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  2. Mir hilft bei Blockaden oft handschriftliche Texte abzutippen. Da ich die meisten meiner längeren Projekt handschriftlich anfange – bin ein In-der-Bahn-Schreiber – habe ich da immer noch genug zu tun. Und wenn ich erstmal zweitausend Wörter abgetippt habe, dann fällt mir meisten von alleine ein, wie meine Geschichte weitergehen soll. Nur wenn die Motivation nicht mal fürs Abtippen reicht, dann funktioniert das nicht. Aber dann weiß ich wenigsten, dass es ein Motivationsproblem ist und keine Blockade.

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    1. Abtippen kann ich mir auch als gute Methode vorstellen – da ist man dann ja automatisch in der Geschichte drin, und beschäftigt sich mit ihr.
      Und stimmt, wenn man sich dazu nicht aufraffen kann, dann weiß man, dass das Problem ein anderes ist 🙂

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