Nein, ich geh jetzt nicht ans Telefon: Warum man Schreibzeit mit Zähnen und Klauen verteidigen sollte, und ein Vorschlag, wie man es macht

Heute sind wir als Autorinnen nicht mehr mit unseren Texten allein, vor allem, wenn wir für junge, internetaffine Zielgruppen schreiben. Die Leser und Leserinnen unserer Bücher nutzen das Internet und insbesondere Social Media nicht nur, um sich über unsere Bücher auszutauschen. Sie wollen auch mit uns in Kontakt treten.
MacDas ist toll und ich würde es auch niemals missen wollen. Im Umkehrschluss bedeutet es aber auch, dass wir rund um die Uhr online sein und uns auf Instagram, Twitter oder Facebook tummeln könnten, am besten natürlich gleich auf allen dreien. Und alle zwei bis fünf Sekunden den Feed refreshen, damit man auch ja nichts verpasst.

Das ist zwar die ideale Methode, um immer präsent zu sein und online eine Menge Spaß mit tollen und spannenden Menschen zu haben. Leider führt es aber auch todsicher dazu, dass das nächste Buch niemals geschrieben wird. Zum Schreiben brauchen wir Ruhe und Konzentration, zumindest für ein paar Stunden jede Woche. Mein Tipp, um alles unter einen Hut zu bekommen: Zumindest einmal pro Woche einen Zeitraum festlegen – das kann eine Stunde sein oder auch drei – der konsequent und kompromisslos nur fürs Schreiben genutzt wird. Für mich zum Beispiel ist da der Sonntag ideal.

In diesem Zeitraum wird das Handy abgeschaltet oder zumindest in einen anderen Raum gelegt, wird der Browser geschlossen (ich kenne viele, die sogar das WLAN abschalten, um gar nicht erst in Versuchung zu geraten) und ans Telefon gehe ich auch nicht. Wen es nervös macht, dass andere Menschen sich wundern könnten, wenn man über einen längeren Zeitraum nicht erreichbar ist: Gebt den wichtigen Menschen in eurem Leben Bescheid. Wenn euer Ehemann, eure Mutter, eure beste Freundin weiß, wieso sie euch nicht erreichen können, macht sich auch niemand Sorgen.

Meine Erfahrung ist, dass die Kapitel, die während solcher Zeiten entstehen, nicht nur schneller geschrieben werden. In der Regel sind sie auch deutlich besser.

Was habt ihr in der Richtung für Erfahrungen gemacht?

Alena


3 Gedanken zu “Nein, ich geh jetzt nicht ans Telefon: Warum man Schreibzeit mit Zähnen und Klauen verteidigen sollte, und ein Vorschlag, wie man es macht

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