Brain Snack: Geschichten zu schreiben ist Abenteuerlust – Interview mit Antonia Anders

BRAIN-SNACK_blauIn unserer neuen Reihe Brain Snacks haben wir heute die Autorin Antonia Anders zu Gast. In ihrem erst vor wenigen Tagen erschienenen Roman findet sich ihre Protagonistin plötzlich in ihrem Lieblingscomputerspiel wieder. Eine  Kreuzung aus fantastischen und digitalen Elementen – das hat Ebelle. Das Spiel aller Spiele mit Geteiltes Blut dot Com gemeinsam!

Antonia haben wir ein paar Fragen zum Thema Kreativität gestellt und wie sie auf die Ideen für Ebelle gekommen ist. Zum Schluss hat sie uns sogar nocht ein paar Tipps für junge Autorinnen und Autoren mitgegeben, die noch auf dem Weg zur ersten Veröffentlichung sind!

 

Wie bei uns auch verbindet dein Roman Fantasy und digitale Elemente. Wie bist du darauf gekommen, das zu verbinden?

Mich reizte der ungewöhnliche Mix. Fantasy assoziiert man schließlich oft mit mittelalterlichen Welten und Digitales mit der Moderne. Daher habe ich kurzerhand jemanden wie Eleanor, die in der heutigen Welt aufgewachsen ist und eine sehr unabhängige Denkweise mit sich bringt, in eine Fantasy Welt verfrachtet. Als Online-Spieler träumt man doch oft davon, mit seiner Figur einmal den Platz zu tauschen und selbst die fantastischen Orte zu erkunden. Ich wollte thematisieren, dass Herausforderungen, die wir in Videospielen mit links meistern, uns in der Realität auf eine harte Probe stellen würden.


Was hast du mit Eleanor, deiner Protagonistin, gemeinsam?

Die Abenteuerlust. Natürlich möchte Elle im ersten Moment einfach nur nach Hause, aber schlussendlich ist es doch die Neugier, die sie ihren weiten Weg gehen lässt. Das haben wir gemeinsam. Geschichten zu schreiben ist ebenso Abenteuerlust, da man sich jedes Mal auf etwas Unbekanntes einlässt.

 

Was zeichnet Eleanor aus?

Eleanor ist ein Kämpfertyp. Anstatt aufzugeben, stellt sie die Dinge in Frage und nimmt nichts als einfach gegeben hin. Was sie für mich aber am meisten auszeichnet: Trotz allem verliert sie dabei nie den Humor.

 

Wie bist du auf die Idee zu „Ebelle“ gekommen?

Mein Bruder und ich spielen abends oft zusammen Videospiele. Als ich mir für diesen Zweck mal wieder einen Helden zusammengebastelt habe, bin ich über den Gedanken gestolpert, wie es wohl wäre, wenn ich nicht einen perfekt angepassten Avatar ins Gefecht werfen könnte, sondern mir niemand Besseres zur Verfügung stünde, als mein eigenes, unvollkommenes Ich.

 

Was machst du, wenn du nicht schreibst?

Dann schaue ich YouTube Videos, obwohl ich eigentlich gerade schreiben sollte. Ansonsten spiele ich gerne Klavier – und meine Videospiel-Leidenschaft ist vermutlich kaum mehr geheim zu halten 😉 Außerdem lese ich viel, besonders High Fantasy, aber auch Science Fiction oder Dystopien.

 

Was inspiriert dich beim Schreiben?

Mich inspirieren Bücher, die ich zuletzt gelesen habe. Wenn ich einen besonders guten Roman aus der Hand lege, spornt mich das an, weiterzuschreiben. Gute Musik hilft ebenfalls: Nur bin ich dann so ins Zuhören und Schreiben vertieft, dass sich der Teil meines Hirns, der Grammatik und Rechtschreibung überwacht, leider ausschaltet. Das bedeutet doppelt so viel Nachkorrektur.

 

Welche Tipps würdest du jungen Autoren und Autorinnen mitgeben, die noch auf dem Weg zur ersten Veröffentlichung sind?

Schreiben ist ein Biest. Manchmal ist es ein kuscheliges Biest, das sich schnurrend auf dem Schoß zusammenrollt, aber manchmal ist es auch ein fauchendes Biest, das seine Krallen ausfährt und einem ins Ohr flüstert: „Bis hierher und nicht weiter“. Ich bin in Ebelle so oft an diesen „Bis hierher und nicht weiter“-Stellen gelandet. Immer mal wieder habe ich den blinkenden Cursor auf einer leeren Seite betrachtet und mich gefragt, ob weitermachen sich noch lohnt. Mein Tipp ist daher recht simpel und trotzdem schwierig genug: Nicht aufgeben! Lieber mal eine Hürde reißen, als einfach davor stehen zu bleiben. Es gibt nichts, das man nicht überarbeiten oder ändern kann. Zieh das Ding durch, egal wie vertrackt die Lage sein mag!

Danke dir!

Antonia AndersAntonia Anders lebt bei ihrer Familie in einer bayerischen Kleinstadt. Das Schreiben faszinierte sie schon von Kindesbeinen an und entwickelte sich zu einer ausgeprägten Leidenschaft für das Fantasy-Genre, ganz egal, ob als Film, Buch oder Spiel. Wenn sie gerade einmal Stift und Notizbuch beiseitelegt, spielt sie gerne Querflöte oder Klavier – oder Online-Rollenspiele.

Ebelle. Das Spiel aller Spiele ist am 5. Mai bei Impress erschienen.


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