Verfluchter Segen Social Media Marketing

Ich kenne kaum einen Schriftsteller, den die Möglichkeiten zu Kommunikation und Marketing, die Social Media uns bieten, nicht begeistern.

Social MediaDer unmittelbare Austausch mit den Lesern, die einfachen und kostengünstigen Möglichkeiten, auch spitze Zielgruppen zu erreichen, die Unabhängigkeit von teuren und von vielen nicht umsetzbaren Print-Kampagnen und vor allem die Spontanität und Direktheit in den sozialen Netzwerken – wer will darauf noch verzichten?

Trotzdem hört man immer wieder, dass Schriftsteller ihre Social Media zwischenzeitlich als überwältigend, anstrengend, einfach zu viel empfinden. Nach und nach nimmt die Betreuung der Accounts Schreibzeit weg, die wir eigentlich dringend brauchen, um mit dem nächsten Projekt voran zu kommen.

Dilemma? Eigentlich nicht, wenn man sich einen Plan macht, an den man sich zumindest die meiste Zeit hält. Diese vier Punkte versuche ich zu berücksichtigen, wenn ich meine Zeit zwischen Schreiben und Social Media einteile:

  1. Habe ich wirklich etwas zu sagen bzw. gibt es wirklich Kommentare oder Messages die ich beantworten will oder muss? Ansonsten bin ich vielleicht einfach nur zu faul zu schreiben.
  2. Für bestimmte Kanäle bietet es sich an, feste Zeitpläne zu setzen. Zum Beispiel veröffentlichen wir in der Regel sonntags einen Blogpost. Das führt erstens dazu, dass regelmäßige Leser sich an einen Rhythmus gewöhnen. Zweitens ist dadurch festgelegt, für wann man Text vorbereiten muss und es entsteht unter der Woche nicht die Situation, in der ich mich frage, ob ich noch mehr hätte posten sollen. Wenn mir mehr einfällt, super: Dann gibt’s eben einen weitern Post (zum Beispiel diesen hier). Wenn nicht – sonntags wird gepostet!
  3. Nicht vereinnahmen lassen. Am Wochenende oder an freien Tagen ist die Versuchung groß, 24/7 auf Facebook & Co. online zu sein. Wenn das Spaß macht – fein! Wenn es sich wie Druck anfühlt: ausloggen! Niemand erwartet ernsthaft, dass man den ganzen Tag über auf jeden Kommentar innerhalb von 10 Minuten antwortet.
  4. Nicht lustlos oder unter Druck posten. Social Media sollen Spaß machen, sowohl euch als auch euren Lesern und Followern. Schlechter Content, der nur produziert wurde, weil „man halt mal wieder was posten muss“, setzt euch unter Druck und die Leser merken das in der Regel. Lieber seltener posten und dann Dinge, die euch am Herzen liegen und eure Follower interessieren.

Denn letzten Endes geht es doch darum: Wir alle, Schriftsteller wie Leser, wollen auf Social Media Spaß haben, Informationen austauschen, miteinander in Kontakt treten. Denn dafür sind sie schließlich gedacht.

Habt ihr andere Tipps, die ihr teilen wollt?

 

Alena


8 Gedanken zu “Verfluchter Segen Social Media Marketing

  1. Sehr gelungener Artikel. Gut fand ich den Tipp, sich bestimmte Zeiten zu setzen. Für mein Blog habe ich das schon. Die Facebookseite liegt allerdings mehr oder weniger brach.
    Was mir immer wieder Kopfzerbrechen bereitet ist, welche Kanäle man noch bespielen soll. Beim Lesen von Ratgebern kommt leicht der Eindruck auf, überall präsent sein zu müssen. Aber das ist (jedenfalls bei mir) zeitlich gar nicht drin. Deshalb habe ich für mich die Entscheidung getroffen, mich auf das Blog und Twitter zu beschränken und gelegentlich auch etwas auf FB zu posten.

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    1. Ich glaube, es ist wichtig, sich bewusst für bestimmte Kanäle zu entscheiden, die für die eigene Zielgruppe relevant sind, und die dann überlegt zu bespielen. Niemandem hilft es, wenn man Twitter hat, aber nur 2-3 Mal imMonat postet, oder Instagram höchstens sporadisch nutzt. Und je mehr Kanäle nutzt, desto wichtiger sind die festgelegten Zeiten – sonst nimmt es sehr schnell Überhand und man ist den ganzen Tag nur auf Twitter, Instagram oder Facebook unterwegs.

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