Manchmal ist Bauchgefühl alles – gerade beim Schreiben!

ifindoubtwriteDass es Momente gibt, in denen Bauchgefühl und Faustregeln uns besser beim Treffen einer Entscheidung helfen als rationales Überlegen, damit hat sich auch die Wissenschaft schon auseinander gesetzt.

Beim Schreiben kann man die Wichtigkeit von Bauchgefühl gar nicht genug verdeutlichen. Klar, ein bedeutender Anteil des Schreibens ist Handwerk. Plotten muss man lernen, Grammatik und Zeichensetzung fliegen niemandem einfach so zu, und sogar Stil kann man sich bis zu einem gewissen Grad aneignen. Aber sonst?

Fünf Momente während der Entwicklung eines Romans, bei denen ich mich ausschließlich auf mein Bauchgefühl und meine Faustregeln verlasse:

Die Wahl, welches Buch ich (zuerst) schreibe. Auf meiner Ideenliste gibt es immer mehrere Projekte, die ich beginnen könnte. Ich entscheide mich nie für das, das vermeintlich erfolgversprechender oder vermarktbarer ist, sondern immer für das, bei dem mein Bauchgefühl sagt: Das will ich schreiben!

Das Entwickeln des Projektplans. Um mich nicht zu verzetteln, mache ich immer einen Plan, wann ich wie weit sein will, welches Kapitel wann abgeschlossen sein soll. Wenn mein Bauchgefühl mir zwischendurch sagt, dass ich langsamer werden und einem bestimmten Kapitel mehr Aufmerksamkeit widmen sollte, dann tue ich das und werfe meinen Plan über den Haufen.

Die Auswahl der Namen. Wenn ein Name passt, dann klickt es irgendwo tief in mir drinnen. So war es zum Beispiel, als Alexa und ich den Namen Val Devine für die männliche Hauptfigur der Geteiltes Blut-Reihe ausgewählt haben. Wenn es nicht zu 100% klickt, ist es nicht der richtige Name.

Die Ausgestaltung der romantischen Sub-Plots. Wer mit wem, wie genau und bis zum Happy End? Das entsteht bei den Nebenfiguren fast immer während des Schreibprozesses, weil einfach dieses Gefühl da ist – die beiden passen zusammen.

Das letzte Wort, wenn es um den Text geht. Beim Überarbeiten kommt man immer wieder zu Stellen, an denen absolut nichts auszusetzen ist. Nur irgendwie… will man nicht so recht zufrieden sein. In diesem Fall kenne ich nur eine Lösung: umschreiben oder weg damit. Wenn es sich für mich komisch anfühlt, dann auch für die Leser.

Wie geht ihr mit Bauchgefühl beim Schreiben um? Habt ihr Faustregeln?

Alena


3 Gedanken zu “Manchmal ist Bauchgefühl alles – gerade beim Schreiben!

  1. Der Bauch (Intuition) sagt, was wichtig ist, und der Kopf (Ratio) sorgt für die Umsetzung. Ich habe mir noch nicht soo viel Gedanken über dieses Thema beim Schreiben gemacht (nur bei den Figuren, wie die Entscheidungen treffen und/oder entschuldigen). Aber im Prinzip, alles davon. Wenn ich höre, dass irgendwer seine Leser*innen über den Namen eines Protas abstimmen lassen kann, dann bewundere ich das fast, weil ich das nicht könnte. Und weil ich halt auch viele sprechende Namen verwende.

    Gefällt 1 Person

Kommentieren

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s