Einfach schreiben, dann kommt der Text von allein

IMG_3496Wer kennt das nicht – hin und wieder winkt unser kleiner Freund, die Schreibblockade? Und egal, wann sie uns einen Besuch abstattet, wir können sie nie gebrauchen (auch wenn das jetzt nicht wirklich nett klingt).

An manchen Tagen fühlen wir uns einfach uninspiriert und wissen gar nicht warum, manchmal wissen wir auch einfach nicht, wie wir es das letzte Mal überhaupt geschafft haben, einen ganzen Roman zu schreiben. Wie soll ich das nur wieder schaffen?, fragen wir uns. Für den ersten Fall hat Alena drei Tipps. Wie wir (ich sage ja, nicht besonders nett) der Blockade einfach die Tür vor der Nase zumachen, dazu habe ich ein paar Ideen. Aber was, wenn das irgendwie alles nichts hilft? 5 Tipps von mir.

1. Schreiben.
Auch wenn es ja gerade das ist, was vermeintlich nicht laufen will: Egal. Es sagt ja niemand, dass man an dem einen Manuskript weiterarbeiten muss. Schriftsteller haben doch immer mehrere Ideen parallel auf der Festplatte liegen. Also einfach an einer anderen Sache weiterschreiben. Oder irgendeine Szene aufschreiben – unabhängig davon, ob es für die schon eine Geschichte gibt. Wichtig ist, dass Worte aufs Papier/den Bildschirm kommen.

2. Rausgehen und dann schreiben.
Manchmal ist es wirklich so, dass wir den Kopf mal frei bekommen müssen. Ein Spaziergang durch den Wald, eine Shoppingtour im Einkaufszentrum, ein paar Bahnen im Schwimmbad: Jeder hat da so das, was ihn einfach runterholt. Dabei dann auch mal bewusst „den Kopf ausschalten“ und nicht ans Schreiben denken kann Wunder wirken. Die Kunst: Auch wieder nach Hause gehen und dann: Schreiben. Wie das geht, steht bei Punkt 1.

3. Erst was lesen und dann schreiben.
Das muss kein Buch sein, sondern kann auch die Tages- oder Wochenzeitung sein (gerade dort finden sich manchmal die inspirierendsten Stories), ein Magazin oder ein Blog. Einfach irgendwas, das uns auf Ideen bringt. Am besten ist dabei: Eine Zeit festsetzen, und nach Ablauf geht’s zurück an den Schreibtisch. Und dann, weiter mit Punkt 1.

4. Routinen ändern und zu anderen Zeiten schreiben.
Prinzipiell kann es hilfreich sein, bestimmte Schreibzeiten einzuplanen – zum Beispiel immer morgens vor der Arbeit oder immer abends danach, oder jeden zweiten Tag, oder hardcore am Wochenende. Das klappt meistens super, weil wir Gewohnheitstiere sind. Wenn unser Kopf verstanden hat, dass der Samstagvormittag zum Schreiben da ist, kommen wir nach einer gewissen Zeit automatisch jeden Samstagmorgen in einen kreativen Flow. Manchmal kann es aber auch helfen, die Routine zu durchbrechen. Einfach mal probieren, zu einer anderen Tageszeit zu schreiben. Klappt es jetzt vielleicht besser? Perfekt. Klappt es schlechter? Dann einfach wieder zurück zur alten Routine und weiter mit Punkt 1.

5. An anderen Orten schreiben.
Schreibt ihr immer am Schreibtisch, am Küchentisch, im Garten? Wie wäre es, mal was anderes zu probieren: Draußen, in einem Café zum Beispiel. Lektorieren klappt da zwar nicht – für sowas braucht man Ruhe. Aber wenn es darum geht, eine Blockade zu überwinden und sich „fremd inspirieren“ zu lassen, dann kann es helfen, auch einfach mal Leute zu beobachten. Und sich dabei Dinge zu fragen – dann kommen die Ideen manchmal von ganz allein. Die Geschichte der Leute aufschreiben, die man interessant findet. Kleiner Tipp: Macht es nicht zu offensichtlich (ja…auch das war ein Selbstversuch.)

Sorry, dass ich euch keinen anderen Tipp zum Überwinden einer Blockade geben kann, als einfach weiterzuschreiben. Aber wenn wir ehrlich sind, dann sind wir doch Schriftsteller, weil wir genau das tun: Schreiben. Dass wir das nicht jede Sekunde tun können ist klar, denn auch wenn unser Kopf überlauft vor zu vielen Ideen, hängen wir trotzdem immer mal an der ein oder anderen Stelle. Das ist ganz normal. Wichtig ist nur, dass wir uns nicht in diese Blockade hineinfallen lassen, sondern sie in ihre Schranken weisen und ihr und uns zeigen, dass wir schreiben können, wollen und es auch tun.

Habt ihr auch Tipps, wie man Blockaden überwindet?

alexa


9 Gedanken zu “Einfach schreiben, dann kommt der Text von allein

      1. Die Grobrichtung ist mir schon immer klar, ich weiß also genau, wo ich hin will und kenne meine Plotpoints, aber manchmal fällt der ganze Jonglageakt, mit dem ich mir das Zwischendrin in meinem Kopf vorstelle, krachend in sich zusammen, dann muss ich die Teile auflesen und auf dem Papier bzw. Bildschirm weitermachen.

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