Brain Snack: Wie wichtig sind Vergangenheit, Liebe und Vertrauen? Charakterinterview mit Martina Riemers Ava & Nathan

Brain Snack featured ImageUnsere Reihe Brain Snacks kennt ihr – das sind kreative Impulse und Ideenbringer nicht für Schriftsteller, sondern auch für alle anderen. Wir haben in der Vergangenheit beispielsweise Autorinnen zum Thema Starke Heldinnen zu Gast auf dem Blog gehabt, aber auch Gründerinnen, die mit uns über ihre Erfolgs- und Gründungsgeschichte gesprochen haben.

Heute freuen wir uns über ein etwas anderes Interview, denn die Interviewpartner sind die Protagonisten des neuen Romans von Martina Riemer, Road to Forgiveness, der am 1. September erschienen ist. Übrigens: Wir verlosen ein Exemplar als E-Book! Unsere Gewinnspielfrage findet ihr am Ende des Interviews.

Liebe Ava, lieber Nathan – wir freuen uns, euch heute bei uns begrüßen zu dürfen! Unsere Leserinnen und Leser haben euch vor kurzem kennengelernt. Könnt ihr euch für uns heute dennoch einmal kurz vorstellen für alle, die euch noch nicht kennen?

Ava: Ähm, danke. Hallo. Von mir gibt es nicht viel zu erzählen. Ich bin gerade mit der High School fertig geworden und habe mit der Uni in San Francisco angefangen.
Nat: Dito, wobei ich bereits in Wien studiert habe und jetzt hierher gewechselt bin. (Wirft einen fragenden Blick zu Ava und flüstert): Warum nochmal sind wir hier?
Ava: Keine Ahnung was das soll. Martina hat uns dazu überredet. Meinte es sei wichtig. (Klingt leicht genervt)
Nat: (nickt resignierend) Oh Mann, manchmal mischt sie sich so sehr ein wie Kelsey.
Ava: (grinst) Oh ja, wem sagst du das. Kelsey und ihre Pläne.

(Ich räuspere mich und stelle die nächste Frage…)

Ava, du bist Musikerin, spielst Violine. Ich weiß wie schwer es ist, das Instrument zu erlernen: Habe ich selbst gemacht 🙂 Aber trotzdem oder gerade weil es ein kompliziertes Instrument ist mit dem man viele, viele Stunden verbringt, verbindet es auch. Was bedeutet die Musik heute für dich – und war das früher vielleicht anders?

(Ava schluckt schwer, blickt wie ein aufgescheuchtes Reh zwischen Nat und mir hin und her.)
Ava: Tut mir leid, diese Frage würde ich gerne nicht beantworten.
(Nat runzelt besorgt die Stirn, schweigt aber. Als ich nachfragen möchte, wirft mir Nat einen strengen Blick zu, um dieses sichtlich schwere Thema fallen zu lassen.)
Ich: Okay, …. tja, dann weiter zur nächsten Frage!

Als du Ava das erste Mal gesehen hast, was ist dir dabei aufgefallen, Nathan?

Nat: Diese hübschen hellgrauen Augen, aber mit zu viel Make-up geschminkt. Am meisten sind mir aber die Traurigkeit darin und gleichzeitig ihre „Fuck-off“-Einstellung aufgefallen. Ach ja, und diese schwarz-roten Chucks, als sie beinahe vor mir gestolpert wäre. (lächelt verhalten)

Und Ava, was ist dir bei Nathan zuerst aufgefallen?

Ava: Zugegeben, zu allererst habe ich seine sportliche Statur bemerkt und dachte ernsthaft, er sei so ein aufgeblasener Quarterback. (Entschuldigt sich leise bei Nat) Aber was mir wirklich sofort bei ihm gefallen hat, war, dass er nett war und mir geholfen hat, obwohl er das nicht musste und er mich noch nicht einmal gekannt hat. Das macht nicht jeder.

Als ihr beiden euch kennen gelernt habt, wusstet ihr nicht, wer der andere vorher war. Wie war das, als du dich neu erfinden konntest – Ava? Und Nathan, hast du dich ehrlich gefühlt oder dachtest du eher, du machst Ava etwas vor?

Nat: Nein, vorgemacht habe ich ihr nichts. Ehrlich gesagt wollte ich mit niemanden reden, sondern nur meine Ruhe haben. Aber dann ist Ava einfach so in mein Leben gestolpert. (lächelt in Avas Richtung)
Ava: Stimmt, ich bin nicht nur sprichwörtlich in sein Leben gestolpert. Damals habe ich eine schwierige Zeit durchgemacht, eine Maske getragen, die mir geholfen hat, alles zu überstehen. Doch Nat hat dahinter geblickt, einfach so und dabei Stück für Stück meine Schutzmauern niedergerissen. (mit einem Grinsen wackelt Nathan vielsagend mit den Augenbrauen)

In eurer Geschichte spielen nicht nur das Bewältigen der Vergangenheit und Liebe wichtige Rollen, sondern auch Familie. Sehe ich das richtig?

Ava: Mein Äffchen, also mein kleiner Bruder Aston, war mir öfter eine viel größere Stütze, als ihm eigentlich bewusst ist.
Nat:
Bei mir das Gleiche. Ohne Sarah wäre ich nicht mehr hier.

Wir lieben ja starke Heldinnen. Ava, was würdest du sagen, macht dich zu einer starken Heldin?

Ava: Nun, nach den Dingen in der Vergangenheit, habe ich mich nicht mehr als starke Persönlichkeit gesehen, eher das Gegenteil.

 Was sagst du dazu, Nathan? 

Nat: (greift nach Avas Hand) So ein Schwachsinn, du bist unglaublich stark, ehrlich, loyal, eine Kämpferin. Du bist viel stärker als ich es war. Und ich mag deinen Humor und Selbstironie. (Er küsst ihre Fingerknöchel und macht Anstalten, aufzustehen und zu gehen. Schnell halte ich sie auf und stelle noch meine letzten Blitzfragen…)

 

Was fällt euch spontan zu den folgenden Begriffen ein:

Musik?

Ava: Geige
Nathan: Johnny und Sarah

Studium?

Ava: Ausweg
Nathan: Pflicht

Kelsey?

Ava: Schillernd
Nathan: Laut

Vertrauen?

Ava: Unumgänglich
Nathan: Muss aufgebaut werden.

Lieblingssport?

Ava: Laufen
Nathan: Fußball

Süßigkeit?

Ava: Eis
Nathan: Süßes Popcorn

Liebe?

Ava: Neuanfang
Nathan: Ava

Ava?

Nathan: Liebe hatten wir gerade, daher Glück (bekommt dafür einen Kuss von Ava)

Nathan?

Ava: Liebesglück (Grinsen sich an und verlassen schließlich Hand in Hand mein Arbeitszimmer…)

Danke euch!

 

Martina Riemer hat schon immer gern gelesen, sich mit ihren Romanhelden auf spannende Ausflüge begeben und sich von mutigen Magiern, bunten Einhörnern und Glitzerstaub verzaubern lassen. Diese Liebe zu Büchern möchte sie mit ihren Geschichten anderen ebenfalls näher bringen und hofft, ihre Leser genauso mitzunehmen und zum Träumen zu bringen, wie es ihr beim Schreiben ergangen ist.
Sie veröffentlicht unter ihrem Mädchennamen Martina Riemer Bücher, die besonders die Gefühlswelt der Protagonisten wiedergeben sollen und in denen die Emotionen im Vordergrund stehen. Online ist sie zu finden auf ihrer Webseite, auf Facebook, Twitter und Pinterest.

Martinas neuster Roman, Road to Forgiveness, ist am 1. September bei Impress erschienen. Wir verlosen ein Exemplar des E-Books zu Road to Forgiveness  unsere Gewinnspielfrage dazu lautet:

Wenn ihr zurückgehen könntet: Welche eine Sache würdet ihr in eurem Leben, anders machen/ändern?

Postet eure Antwort in einem Kommentar – das Gewinnspiel läuft bis Samstag, 10. September, 23:59. Teilnahmebedingungen.


8 Gedanken zu “Brain Snack: Wie wichtig sind Vergangenheit, Liebe und Vertrauen? Charakterinterview mit Martina Riemers Ava & Nathan

  1. Vielen Dank für den tollen Beitrag ❤ nach dem Interview möchte man sofort anfangen zu lesen 😉
    Nun zur Frage: ich glaube, ich würde eigentlich nichts ändern wollen … sicherlich habe ich in meinem Leben nicht alles richtig gemacht und trotzdem hat mich jeder einzelne Fehler geprägt … und wie sagt man so schön aus Fehlern lernt man … wobei vielleicht wäre ich einfach mutiger und wäre ausgewandert 😉
    Liebe Grüße,
    Sandy

    Gefällt 1 Person

  2. Schönes Interview. Macht auf jeden Fall Lust auf das Buch! 🙂

    Ich würde in meine Teenagerzeit zurückgehen und versuchen mehr „normale“ Sachen zu machen. Das Leben ein bisschen mehr genießen, damit ich später nicht sagen könnte „hätte ich das doch früher gemacht“.

    Gefällt 1 Person

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