Manchmal helfen nur noch Zwangspausen – besser ist es aber anders

PauseFür Dinge, die uns wichtig sind, geben wir vieles auf und knien uns richtig rein, wenn es sein muss. Das ist genau das, was über Erfolg und Misserfolg entscheiden kann. Denn wer sich anstrengt, wer etwas investiert, dem wird am Ende zuteil, dass etwas Gutes dabei herauskommt. Nicht umsonst sind die Worte Erfolg und erfolgen einander so ähnlich: Wer nichts leistet, dem kann so schnell auch nichts Großes passieren, denn woher soll der Erfolg kommen, wenn nicht aus den (manchmal auch nervenaufreibenden) Stunden, die man investiert?

Das Problem daran, wenn wir dazu bereit sind, uns für das Ziel aufzureiben: Wir verpassen manchmal den Ausgang, wenn das Stresslevel eigentlich wieder sinken sollte. Haben wir zum Beispiel eine Abgabefrist fürs Manuskript einzuhalten, schreiben wir auch mal Nächte durch – unabhängig davon, ob der Wecker am nächsten Morgen um sechs Uhr klingelt und uns erinnert, dass es da ja noch den Daytime-Job gibt. Je nachdem, wie lang die Phase der Anstrengung ist, tritt eine Gewöhnung an das höhere Stresslevel ein. Und dann wird es erst richtig anstrengend, denn wir können keinen Marathon laufen im Tempo eines Sprints.

Manchmal ist das einzige, was uns da wieder runterholen kann, eine Art Zwangspause. Das kann der Urlaub sein, in dem wir kein Internet haben und einfach ausschlafen, um dann so viel zu schreiben wie wir wollen – oder auch gar nicht zu schreiben. Das kann die Geschäftsreise sein, die uns drei, vier Tage aus dem Trott holt. Manchmal ist es aber auch schlicht eine Erkältung, wenn der Körper protestiert und den Reset-Knopf drückt. Wenn das passiert, haben wir meistens wieder die eher unschöne Erinnerung bekommen, dass wir Pausen brauchen. Und dabei ist es doch ist viel effektiver, wenn wir uns diese Pausen nehmen, bevor wir dazu gezwungen werden, sie zu nehmen.

Wir Schriftsteller lieben alle das Schreiben. Aber wenn wir merken, dass wir unter Zeitdruck nur Worte auf die Seite bringen, um noch schnell etwas geschrieben zu haben, dann sollten wir innehalten und einfach mal einen Gang zurückschalten. Es tut weder uns noch dem Text gut, wenn wir ihn in Eile und unkonzentriert produzieren. Manchmal helfen da einfach kleine Rituale wie der Nachmittagstee, die Yoga-Session oder die zwei Stunden etwas ganz anderes zu lesen. All das kann uns runterholen – wenn es uns dabei gelingt, den Kopf von unserem Text freizumachen. Danach geht es in der Regel schon viel entspannter und besser weiter als vorher.

Welche Tipps habt ihr, um von einem Stresslevel runterzukommen, ohne dass die Zwangspause es für euch erledigen muss?

 

alexa


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