Teamwork: Vom Laufen und vom Schreiben reloaded

TeamworkWährend ich hier in meinem Bett liege, krank, rennt Alena für mich eine Staffelstrecke bei einem Marathon (keine Angst, nicht jeder läuft einen Marathon, sondern die Summe der Strecken der einzelnen Staffelläufer ergibt die gesamte Marathonstrecke). Warum? Weil wir ein Team sind. Und zwar ein verdammt gutes.

Denn es gibt sie immer wieder: Diese Momente, in denen einem Steine in den Weg gelegt werden, von denen man bis vor kurzem noch nicht einmal wusste, dass es sie geben könnte. Manche Steine legen wir uns selbst in den Weg, durch Entscheidungen die wir treffen. Manche Steine legen andere uns in den Weg, weil sie nicht wollen oder erlauben, dass wir etwas Bestimmtes tun. Und manche Steine legt uns einfach das Schicksal in den Weg. So zum Beispiel zwei Tage vor einem Laufevent eine Erkältung.

Dass Alena und ich zu zweit ein Buch schreiben, ist für viele ebenso faszinierend wie unvorstellbar: Wie soll das gehen, wie stimmt man sich miteinander ab, was passiert, wenn eine etwas mal gar nicht will, was die andere will? Aber für uns funktioniert es (wie, steht hier), denn Schreiben ist für uns Teamwork. Wir haben die „einsame“ Tätigkeit des Schreibens für uns in etwas umgewandelt, das nicht mehr einsam ist. Und wenn eine von uns einmal einen Durchhänger hat, bei einer Szene nicht weiterkommt, dann zieht die andere sie mit sich, stellt sie wieder auf die Beine oder übernimmt die Szene. Wir können uns hundertprozentig aufeinander verlassen, und das macht das gemeinsame Schreiben zu einem wunderbaren Abenteuer.

Wie nah auch bei steinigen Wegen das Laufen und das Schreiben einander sind, wird genau an dieser Art der Zusammenarbeit deutlich: Laufen und Schreiben, das sind beides Dinge, die man allein tun muss. Natürlich können wir nebeneinander sitzen und schreiben und auch nebeneinander herlaufen. Aber dann tun wir es nicht gemeinsam. Wir schreiben gemeinsam, wenn wir am gleichen Projekt arbeiten. Und wir laufen gemeinsam, wenn wir ein Team sind. Eine Staffel, bei der man sich auf darauf verlassen kann, dass jeder sein bestes  gibt, um für alle das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Mein Team hat sich auf mich verlassen, und ich muss passen. Also habe ich kurzerhand meine Ko-Autorin ins Team geholt – vom Schreibteam ins Laufteam, sozusagen.

Vieles können wir allein schaffen, aber vieles auch nicht. Wir sind im Team besser, wenn wir wissen, wann wir unsere Schwäche (ich: Erkältung) durch die Stärke (Alena: gesund) eines anderen ersetzen können. Ganz egal, ob das beim Schreiben, Laufen oder bei etwas Anderem ist. Wo ist euch ein Team besonders wichtig?

alexa

 

 

 


2 Gedanken zu “Teamwork: Vom Laufen und vom Schreiben reloaded

  1. Teamwork beim Schreiben – ist das nicht der Traum jedes Schreiberlings? Sich auf den Anderen verlassen können, selbst jemand sein, auf den Verlass ist.

    Teamwork ist in vielen Bereichen möglich. Dass ihr das Schreiben auf diese Weise ausübt, ist wirklich bewundernswert.

    Ich nehme den Gedanken mal mit 😉

    -der Gedankenarchivar

    Gefällt 1 Person

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